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Bilanz der Feuerwehrausbildung auf Kreisebene / Wilfried Samuel verabschiedet

Digitalfunk als Herausforderung

Hameln-Pyrmont. Die Einführung der neuen Digitalfunktechnik bei den Feuerwehren zeigt auch erste Auswirkungen auf das Ausbildungsgeschehen des ablaufenden Jahres. 356 Sprechfunker konnten bis Mitte November in der neuen Technik geschult werden, rund 2500 müssen aber noch folgen. Das war aber längst nicht alles im Jahr 2013. Weitere 269 Feuerwehraktive wurden in 13 technischen Lehrgängen an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Kirchohsen geschult.

veröffentlicht am 12.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:41 Uhr

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All das wird nach Feierabend und am Wochenende geleistet, nicht nur von den Teilnehmern, sondern auch von den Kreisausbildern unter der Leitung des Kreisausbildungsleiters Kay Leinemann. Dieser bemängelte in diesem Jahr, dass die Auslastung der Lehrgänge nur bei 85,1 Prozent lag. Das Angebot, noch mehr Brandschützer auszubilden, war also da. „Leider wurde es nicht genutzt. Und nicht immer kann ich die Gründe so ganz nachvollziehen“, meinte Kay Leinemann.

Mit den Leistungen seiner „Schüler“ war der Kreisausbildungsleiter allerdings zufrieden. Ein Nichtbestehen eines Lehrgangs bleibt die Ausnahme. Im Einzelnen wurden bei vier Sprechfunker-Lehrgängen 90 Teilnehmer geschult. 66 Feuerwehrfrauen und -männer besuchten fünf Atemschutzgeräteträger-Lehrgänge, 37 zwei Lehrgänge Pumpenmaschinisten und 36 zwei Lehrgänge „Technische Hilfeleistung“.

„Einen Lehrgang ,Gefährliche Stoffe‘ haben wir in diesem Jahr nicht durchgeführt“, bemerkt Leinemann. Weiterhin wurden jeweils an Wochenenden vier Workshops mit 63 Teilnehmern betreffs „Einsätze auf Bahnanlagen“, „Einsatz der Wärmebildkamera“ und „Notfalltraining für Atemschutzgeräteträger“ durchgeführt. Aber es gibt auch Lehrgänge für Feuerwehraktive, die neu ihren Dienst in den Ortswehren aufnehmen. Sieben Lehrgänge „Truppmannausbildung, Teil 1“ mit 122 Teilnehmern fanden statt, die allerdings in den Städten und Gemeinden selbst durchgeführt wurden. Und 93 Teilnehmer schlossen diese Grundausbildung mit der Prüfung zum Teil 2 ab.

Und dann gab es noch die Schulung für die neue Digitalfunktechnik. Jeweils an einem Samstag über acht Stunden müssen alle 2800 bereits ausgebildeten Sprechfunker bei den Feuerwehren im Landkreis lernen, mit der neuen Technik, vor allem aber mit den Geräten, umzugehen. Kay Leinemann: „Dies haben wir bei 17 Veranstaltungen mit bislang 356 Kameraden erledigt. Es liegt aber noch eine große Aufgabe vor uns, zumal diese Schulung nur von den Kreisausbildern im Bereich Sprechfunk durchgeführt werden darf.“ Der Digitalfunk befindet sich gerade im Stadium des Probebetriebs im Landkreis Hameln-Pyrmont, Mitte 2014, hoffen die Verantwortlichen, könnte der Regelbetrieb aufgenommen werden.

Für das kommende Jahr kündigte Kreisausbildungsleiter Leinemann an, dass erstmals ein Lehrgang „Absturzsicherung“ mit zehn Plätzen angeboten wird. Auch eine Brandsimulationsanlage wird am 30. Mai und 1. Juni wieder an der FTZ-Kirchohsen zur Ausbildung zur Verfügung stehen. Der Workshop „Einsätze auf Bahnanlagen“ wird auf nunmehr zwei Samstage erweitert. „Und künftige Sprechfunker werden ab 2014 sowohl im Analog- als auch im Digitalfunk ausgebildet. Der Lehrgang muss daher von 16 auf 25 Stunden erweitert werden“, erklärt Leinemann.

Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke lobt die Arbeit der Kreisausbilder und betonte, dass es wichtig sei, gut ausgebildete Feuerwehrkräfte zu haben. Er musste dann den Kreisausbilder, Hauptlöschmeister Wilfried Samuel aus Friedrichshagen, verabschieden, der 21 Jahre auf diesem Gebiet tätig war. „Er hatte seine ganz eigene Art und war viele Jahre bei Wind und Wetter auf dem Hof in Sachen Ausbildung aktiv“, betonte Frank Wöbbecke. tis

V. li.: Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke verabschiedet Wilfried Samuel als Kreisausbilder zusammen mit dem Kreisausbildungsleiter Kay Leinemann.tis

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