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OB Griese weist SPD-Vorwurf der Milchmädchenrechnung beim Schulzentrum Nord zurück

„Die Zahlen haben Hand und Fuß“

Hameln. Entschieden ist Oberbürgermeister Claudio Griese der Kritik aus Reihen der SPD-Fraktion entgegengetreten, die von der Verwaltung vorgelegten Zahlen zur Reduzierung der Zügigkeit des Schulzentrums Nord seien falsch berechnet worden. „Wir sind hier sehr gewissenhaft vorgegangen und haben selbstverständlich die unterschiedlichen Klassenteiler in Sekundarstufe I und Sekundarstufe II berücksichtigt“, sagt der Christdemokrat. Von der SPD erwartet der Rathauschef im Vorfeld der heutigen gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Stadtentwicklung sowie Kindertagesstätten, Schulen und Sport, die um 18 Uhr in der Mensa des Schiller-Gymnasiums beginnt, nun konkrete Sparvorschläge. Bislang seien lediglich die Gedanken der Verwaltung, die Kosten beim Schulzentrum Nord einzugrenzen, kritisiert worden.

veröffentlicht am 27.05.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.01.2016 um 14:52 Uhr

Der Vorsitzende des Schulausschusses, Kurt Meyer-Bergmann (SPD), hatte dem Verwaltungschef gestern in der Dewezet vorgeworfen, eine „Milchmädchenrechnung“ aufgemacht zu haben. Das will Griese nicht so stehen lassen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus hätten sehr sorgfältig gearbeitet und verdienten es nicht, in dieser Form angegriffen zu werden, begründet er und betont: „Die Zahlen aus dem Rathaus haben Hand und Fuß und sind eine gute Grundlage für die politische Diskussion.“

Griese weist zudem darauf hin, dass es in den Jahrgängen 12 und 13 keine Zügigkeiten gebe; stattdessen würden Kurse mit dem Teiler 20 gebildet. „Bei fünf Zügen und einer maximalen Schülerzahl von 130 je Jahrgang können maximal sieben Kurse parallel gebildet werden“, erläutert er. Der Teiler 20 werde dabei als Richtzahl angenommen, die Kurse würden entsprechend der Nachfrage gebildet. In der Oberstufe könnten demnach laut Griese bei maximal je 130 Schülern für die Jahrgänge 12 und 13 (zusammen maximal 260 Schüler) rund 14 Kurse gebildet werden. Von diesen 14 Kursen fänden nach Angaben der Stadt mindestens die Hälfte in Fachunterrichtsräumen für Biologie, Physik, Chemie, Sport, Musik oder Kunst statt. „Für die übrigen Kurse stehen vier Kursräume für beide Jahrgänge zur Verfügung, sodass nur wenige Kurse in allgemeinen Unterrichtsräumen der Sekundarstufe I stattfinden müssen“, heißt es im Rathaus.

„Auch dem Schiller-Gymnasium stehen nur vier Kursräume für insgesamt 16 Kurse der Jahrgangsstufen 12 und 13 zur Verfügung – mit dem Unterschied, dass hier mehr als 300 Schüler unterrichtet werden“, sieht Griese seine Rechnung bestätigt.HW

Wie viele Züge braucht das künftige Schulzentrum Nord? Eine Frage, über die heute die Hamelner Politik diskutieren und streiten wird.

Wal



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