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Finanz- und Wirtschaftskrise hinterlässt bei den Firmen ihre deutlichen Spuren – Creditreform rechnet Risiken aus

Die Zahl der insolventen Unternehmen steigt

Hameln-Pyrmont (fd). Die schwere Wirtschaftskrise zwingt immer mehr deutsche Unternehmen zur Aufgabe. Nach Mitteilung der Wirtschaftsauskunft Creditreform mussten in den ersten sechs Monaten des Jahres bundesweit 16 650 Firmen einen Insolvenzantrag stellen. Im Vergleich zum Vorjahr mit 14 570 Insolvenzen entspricht das einem Zuwachs um gut 14 Prozent. Finanzierungs- und Liquiditätsengpässe gepaart mit einer sehr schlechten Auftragslage dürften die Insolvenzspirale auch in den kommenden Monaten in Bewegung halten, lautet die Prognose von Creditreform.

veröffentlicht am 01.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Die Region Weserbergland mit den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg bezeichnet Creditreform als „stabilen Wirtschaftsstandort für mittelständische Unternehmen“. Mit 2,61 Prozent liege die Risikoquote zwar über dem Bundesdurchschnitt von 2,22 Prozent, entspricht aber dem Durchschnitt Niedersachsens.

Datengrundlage der Analyse ist die Creditreform Wirtschaftsdatenbank mit Angaben zu 3,9 Millionen deutschen Unternehmen. Für die Auswertung werden Negativmerkmale wie Insolvenzverfahren oder eidesstattliche Versicherungen berücksichtigt. Auf dieser Datengrundlage wird der Creditreform Risiko-Indikator errechnet, der die Ausfallwahrscheinlichkeit der Unternehmen einer Region misst. In der Region Hameln ist die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen den Gang zum Insolvenzgericht antreten müssen, mit durchschnittlich 2,66 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2,61 Prozent) leicht gestiegen. Damit weisen die Unternehmen der Region eine mittlere Ausfallrate auf – genau wie in Niedersachsen. Gestiegen ist die Risikoquote im Landkreis Hameln-Pyrmont (2,90 Prozent, Vorjahr 2,51 Prozent), gesunken dagegen im Landkreis Holzminden (2,31 Prozent, Vorjahr 2,66 Prozent) und im Landkreis Schaumburg (2,63 Prozent, Vorjahr 2,82 Prozent). Im Land nahm der Risikoindikator im gleichen Zeitraum von 2,49 Prozent auf 2,60 Prozent zu. Im gesamten Bundesgebiet fiel der CRI-Wert mit 2,22 Prozent (Vorjahr 2,11 Prozent) besser aus.

Im Jahr 2008 sanken die regionalen Zahlen noch

Von den rund 10 350 wirtschaftsaktiven Unternehmen der Region Hameln erlitten im Jahr 2008 genau 100 Unternehmen den wirtschaftlichen Zusammenbruch durch Insolvenz, Haftanordnung oder eidesstattliche Versicherung. Im Jahr davor waren es 120 Fälle. Zum Vergleich: In Niedersachsen ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im gleichen Zeitraum von 2500 auf 2330 gesunken.



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