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Das Historische Museum in Hannover zeigt „Politik, Pop und Afri-Cola“ / ÜSTRA-Fahrpreiserhöhung als Auslöser

Die wilden Sechziger im Fokus plakativer Kreativität

Hannover. Die ausgehenden 1960er Jahre brachten für die politische Kultur der Bundesrepublik und anderer Staaten in West und Ost einen einschneidenden Wandel. Proteste gegen die Einschränkung von Freiheitsrechten, Aufbegehren gegen gesellschaftliche Ungerechtigkeiten und als überholt empfundene Konventionen, Engagement für Frieden, Toleranz, Frauenrechte und entkrampfte Sexualität waren einige der Facetten eines neuen Lebensgefühls. Auch in Hannover hinterließ dieser Wandel Spuren, am offensichtlichsten wohl mit der Rote-Punkt-Aktion gegen die Erhöhung der ÜSTRA-Fahrpreise, die sich 2009 zum 40. Mal jährt.

veröffentlicht am 30.05.2009 um 07:29 Uhr

Mitfahrerstopp im Rahmen der Rote-Punkt-Aktion, 14.06.1969, Foto

Das Historische Museum nimmt dieses Ereignis zum Anlass, um die späten 1960er Jahre anhand der Plakatkultur dieser Zeit vorzustellen. Die Ausstellung beschränkt sich nicht auf Hannover und die politische Bewegung der „68er Generation“. Sie zeichnet anhand von Plakaten aus den Bereichen Politik, Kunst, Musik, Theater, Film und Produktwerbung ein umfassendes Porträt der Mentalitätsgeschichte um 1968.

Zu den Bildikonen der Ausstellung gehören das einem Motiv der Bundesbahn entlehnte SDS-Plakat „Alle reden vom Wetter. Wir nicht“ und das Plakat des Revolutionärs „Che Guevara“. In das soziale Gedächtnis der bundesdeutschen Gesellschaft eingeschrieben hat sich auch die Plakatwerbung für das Musical „Hair“, das ein zwischen den Generationen und sozialen Milieus damals heftig umkämpftes Thema visualisierte.

Politik, Pop und Afri-Cola: 68er Plakate, Historisches Museum Hannover, Pferdestraße 6, Öffnungszeiten dienstags 10 - 19 Uhr, mittwochs bis freitags 10 - 17 Uhr, samstags und sonntags 10 - 18 Uhr

Filmplakat „Hurra, die Schule brennt!“ mit Peter Ale
  • Filmplakat „Hurra, die Schule brennt!“ mit Peter Alexander und Heintje, anonym, 1969.

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