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Buchholz braucht Ausgleichsfläche für Regenbecken / Ein früheres Streuobst-Areal ist die erste Wahl

Die Wiese punktet und der Bahnhof fällt durch

Buchholz (tw). Die Gemeinde Buchholz wird eine 2000 Quadratmeter große Wiese zwischen der Schlingmühle und dem Eisenbahntunnel als Ausgleichsfläche für den Bau der - demnächst - drei Regenrückhaltebecken ausweisen und entsprechend aufwerten. Darauf hat sich das Ortsparlament unter Vorsitz von Bürgermeister Hartmut Krause (WiB) während seiner jüngsten Zusammenkunft einstimmig verst ändigt.

veröffentlicht am 12.09.2008 um 00:00 Uhr

Dem Votum war ein Ortstermin vorausgegangen, bei dem Krause gemeinsam mit der "Kirchner"-Landschaftsarchitektin Sabine Scherer infrage kommende Flächen in Augenschein genommen hatte. "Bei der Fläche zwischen der Schlingmühle und dem Eisenbahntunnel", so Scherer, "handelt es sich um eine frühere Streuobstwiese, die jetzt als Weide genutzt wird." Sie sei im Eigentum des Landkreises - und könnte wieder zur Obstwiese werden. Die Landschaftsarchitektin auf eine kritische Frage von Klaus Kappmeier (SPD), der ebenso wie sein Fraktionskollege Frank Rinne den Pflegeaufwand durch die Gemeinde fürchtet: "Sofern die Bäume einen Verbissschutz erhalten, könnten dort auch weiter Tiere grasen." "Durchgefallen" bei der Auswahl als mögliche Ausgleichsfläche ist dagegen der Bahnhof, welcher laut Krause der Osthannoverschen Eisenbahngesellschaft (OHE) gehört. Zwar wäre die OHE vermutlich froh, wenn die Gemeinde den Bahnhof übernehmen würde - "dann aber", so der Bürgermeister, "hätten wir auch die Verkehrssicherungspflicht." Klartext: Auf Buchholz kämen neben den Ankauf- auch die Abrisskosten zu. Und ob der Landkreis diese Fläche als "Ausgleich" am Ende akzeptiert, sei eine offene Frage. Umso mehr als sie, wie Scherer vermutet, wahrscheinlich zu klein ist. Auch anderenorts wird's im Wortsinn eng. Scherer: "Die Grünlandflächen im Bereich der Bückeburger Aue sind bereits ,28A-Biotope'." Was soviel bedeute, dass ein Aufwerten dieser Flächen nicht mehr möglich sei. Die in diesem Bereich noch verbliebenen Ackerflächen wiederum wolle der Landkreis bis zum Jahre 2012 aus der Nutzung heraus nehmen und in Grünland umwandeln; das sei mit dem Pächter bereits abgesprochen. Übrigens: Wie Krause betont, sind auch an den Rändern der Regenrückhaltebecken Anpflanzungen geplant.

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