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Nach fünf Jahren soll eine regionale Marke entwickelt und am Markt positioniert werden

Die Weserbergland AG fängt quasi bei Null an

Hameln (TT). Die Weserbergland AG – laut eigener Internetseite „der starke, aktive und innovative Partner für die Wirtschaft in den drei Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg“ – steht vor einem Neuanfang. Unter der Führung des seit März 2008 im Amt befindlichen Vorstand Hans-Ulrich Born will sich die Weserbergland AG „als Marke positionieren, Kräfte bündeln und sich fit machen für die Aufgaben als Dienstleister für die Wirtschaft und für die öffentliche Hand“.

veröffentlicht am 01.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

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Mit diesem Anspruch ist die Weserbergland AG Ende März 2004 von den drei Landkreisen sowie 20 Unternehmen der Region gegründet worden. Nach fünf Jahren stellt Born nun als neuer Macher fest: „Seit vier bis fünf Jahren hat sich nicht viel getan. Wir fangen quasi bei Null an.“ Dazu haben Born und seine Mitstreiter ein Konzept entwickelt – mit den Stichworten Binnenmarketing, Außenmarketing, Personalentwicklung und Cluster. Zunächst einmal will Born neue Aktionäre gewinnen, die mit frischem Kapital und Ideen die dann gemeinsame Sache beflügeln sollen. Born: „Der Bereich Holzminden ist derzeit zum Beispiel unterrepräsentiert.“ An eigenen Ideen mangelt es Born und der AG nicht, hier der Fahrplan bis Ende des Jahres 2010:

Die Weserbergland AG will die Marke Weserbergland bis Ende 2010 entwickelt haben. Dazu wird ein neues Logo als Wort-Bild-Marke entwickelt.

Mit einer 160 000 Euro teuren Imagekampagne will sich die AG besser vermarkten, zum Beispiel mit einem Internet-TV, Kooperationen mit Medienpartnern und einem Imagefilm.

Zur Verbesserung des Binnenmarketings will Born „das Bewusstsein beim Bürger entwickeln und dafür sorgen, dass Politik und Verwaltungen dichter an die Unternehmen heranrücken“. Dazu seien „bis Ende 2009 viel persönliche Ansprache und Klinkenputzen notwendig“. Ab 2010 plant die AG Regionalkonferenzen, in denen die Menschen der Region informiert werden sollen.

Zur Verbesserung des Außenmarketings plant die AG ein Internet-TV für das Weserbergland und den verstärkten Einsatz bei Messeauftritten. Hier stellt sich Born vor, diese Präsentationen in Kombination mit ohnehin auf Messen vertretenen Unternehmen oder Organisationen durchzuführen. Außerdem arbeitet die AG an einer Botschafterstrategie – will heißen: Prominente Menschen aus dem Weserbergland sollen dafür gewonnen werden, bei öffentlichen Auftritten stets zu erwähnen, dass sie aus dem Weserbergland kommen, um die Markenstrategie prominent zu untermauern.

Die Weserbergland AG will sich intensiver als Dienstleister im Bereich der Personalentwicklung anbieten. Born: „Wir wollen für die regionalen Unternehmen der eine Ansprechpartner für Qualifikation sein.“

Das Weserbergland soll sich unter Mithilfe der AG als starke Region in den Themenfeldern Energie, Gesundheit und Export darstellen. Zum Thema Energieregion hat die AG bereits einen Erfolg verbucht: Das Weserbergland wird im Wettbewerb „Bioenergie-Regionen“ vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanziell gefördert. Ziel der Förderung ist, die regionale Wertschöpfung zu erhöhen und Arbeitsplätze zu schaffen. Beim Thema Gesundheitsregion gesteht Born ein: „Hier sind wir noch nicht ganz so weit. Gespräche mit der N-Bank und dem Wirtschaftsministerium folgen noch.“

Als neues Projekt will die Weserbergland AG das Innovationsmanagement voranbringen. Die AG bietet sich als Dienstleister für die Unternehmen an, Ideen für neue Produktionsprozesse oder Produkte zu beraten, finanzielle Förderer zu suchen und die Firmen bis zur Produktionsreife zu begleiten. Als Partner hat Born dafür das Produktionstechnische Zentrum Hannover gewonnen, eine Tochter der Leibniz-Universität in Hannover.

Born sieht die Weserbergland AG „im Wettbewerb mit anderen Anbietern“. Und wenn „ein Format nicht funktioniert, müssen wir das beenden“. Insgesamt hofft Born, dass sich das Bild der AG weiter verbessert: „Vor einem Jahr war die Weserbergland AG noch das unbekannte Wesen. Heute haben wir schon deutlich mehr Kontakte nach außen.“

Viele Baustellen auf der Landkarte: Der Vorstand der Weserbergland AG, Hans-Ulrich Born, hat beide Hände voll zu tun.

Foto: Wal



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