weather-image
"Technik-Tag" im Ernestinum: Mit Workshops und Filmen Schülern technische Berufe näher bringen

"Die Welt wird von Ingenieuren gestaltet"

Rinteln (clb). Ingenieure entwerfen nicht nur Autos, Radios, Handys und Computer, sondern gestalten zunehmend die ganze Welt. Da die natur- und ingenieurwissenschaftliche Berufe immer mehr an Bedeutung gewinnen, in der Industrie jedoch nach wie vor ein Mangel an Fachkräften herrscht, hat im Gymnasium Ernestinum gestern der erste "Technik-Tag" stattgefunden - mit dem Ziel, gerade Gymnasiasten technische Berufe näher zu bringen. Dazu waren auch Oberstufenschüler aus Bad Nenndorf und Stadthagen ins Ernestinum einladen worden.

veröffentlicht am 28.09.2007 um 00:00 Uhr

Die beiden Ausbildungsleiter André Walther und Erwin Bender sowi

15 Fachleute aus den unterschiedlichsten technischen Berufsfeldern waren gestern nach Rinteln gekommen, um in 45-minütigen Vorträgen und Workshops, die jeweils in verschiedenen Klassenräumen stattfanden, zu referieren und Probleme wie Fragen zu einzelnen beruflichen Richtungen zu klären und zu beantworten. Mit dabei waren unter anderem Dr. Hubert Schmidt sowie Klaus-Werner Volker von der in Rinteln ansässigen Firma Stüken, Professor Dieter Stolle von der Fachhochschule Hannover, Nadine Tegtmeier von der Obernkirchener Bornemann GmbH sowie Jens Steinbach und Astrid Springer von der Getränkeindustrie Wesergold. Und nicht nur die Herkunft der Referenten war vielfältig - ebenso waren es die Themenbereiche, die näher erläutert wurden: Von Studiengängen wie Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau oder Ingenieurwesen bis zu typischen Werdegängen, wie den vom Physiker zum Geschäftsführer - die Gymnasiasten hatten die Möglichkeit, überall mal hereinzuschnuppern. Zuvor begrüßte Schulleiter Reinhold Lüthen die Anwesenden im Forum des Ernestinums und ging dann näher auf die zunehmende Bedeutung technischer Berufe ein: "Mit diesem Aktionstag wollen wir darauf aufmerksam machen, wie vielfältig die Möglichkeiten und wie brillant die beruflichen Aussichten dort sind." Anschließend zeigte die Stiftung Niedersachsen Metall, die den "Technik-Tag" unterstützt hatte, den Kurzfilm "Ingenieure gestalten die Welt". Hier wurde den Anwesenden veranschaulicht, wo Ingenieure und Techniker überall benötigt werden, welche Voraussetzungen für die Berufsfelder Maschinenbau, Elektrotechnik und Bauwesen verlangt werden und dass Fremdsprachenkenntnisse wie Vorpraktika immer mehr an Bedeutung gewinnen. Referent Ulrich Keyser, der selbst Physik studiert hatte, ging in seinem Gastvortrag näher auf die Molekularbiologie ein und erklärte, wie dieser Bereich gleichzeitig in die Physik und Biochemie greift. An den Informationsständen der in Schaumburg ansässigen Firmen Stüken wie Bornemann konnten sich die Schüler zusätzlich über Ausbildungschancen in der Region erkundigen, wurden mit Broschüren wie Informationsmaterial versorgt und bekamen zugleich einen Einblick in die Betriebe. Was viele gar nicht wissen: Auch bei heimischen Firmen gibt es oft gute Einstellungschancen, die vor allem für Gymnasiasten nicht unbedingt uninteressant sind. "Zum 1. August 2007 haben wir 14 Auszubildende eingestellt", erklärt Werner Broska, Personalleiter der Stüken GmbH. "Drei Industriekaufleute, einen Informatiker sowie zehn, die technische Berufe erlernen."

Ulrich Keyser von der Universität Leipzig geht in seinem Gastvor
  • Ulrich Keyser von der Universität Leipzig geht in seinem Gastvortrag auf Nanotechnologie, Physik und Biochemie ein.
Nicht nur Rintelner Schüler, auch Gymnasiasten aus Stadthagen un
  • Nicht nur Rintelner Schüler, auch Gymnasiasten aus Stadthagen und Bad Nenndorf waren zum "Technik-Tag" ins Ernestinum gekommen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare