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Volvo CE produziert nun auf Ex-AEG-Gelände / Leiharbeiter wieder an Bord – Einstellungen geplant

Die Walzenfabrik dehnt sich kräftig aus

Hameln (HW). Ständige bauliche Veränderungen – „das ist bei uns derzeit die einzige Konstante“, sagt Udo Heukrodt. Der Chef des Hamelner Straßenbaumaschinenwerkes von Volvo Construction Equipment (Volvo CE) blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Wir gehen davon aus, dass sich die Märkte in Europa wieder erholen werden. Kurzarbeit ist in diesem Jahr kein Thema mehr.“ Sehr zur Freude der derzeit 500 festen Mitarbeiter und 70 wieder eingestellten Leiharbeiter. „Der Bedarf an Personal ist sprunghaft gestiegen.

veröffentlicht am 01.06.2010 um 09:57 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Hameln (HW). Ständige bauliche Veränderungen – „das ist bei uns derzeit die einzige Konstante“, sagt Udo Heukrodt. Der Chef des Hamelner Straßenbaumaschinenwerkes von Volvo Construction Equipment (Volvo CE) blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Wir gehen davon aus, dass sich die Märkte in Europa wieder erholen werden. Kurzarbeit ist in diesem Jahr kein Thema mehr.“ Sehr zur Freude der derzeit 500 festen Mitarbeiter und 70 wieder eingestellten Leiharbeiter. „Der Bedarf an Personal ist sprunghaft gestiegen. Wir bereiten uns darauf vor, 2011 den chinesischen Markt zu erobern“, beschreibt Heukrodt das unternehmerische Nahziel.

Mit dem Betriebsrat wurde vereinbart, die Zahl der Leiharbeiter zu beschränken und wieder Personal befristet einzustellen. „Es wäre aber zu früh, jetzt schon Bewerbungen zu schicken. Wir wissen nicht, was in Griechenland, Portugal, Spanien oder England passiert und ob die gestiegene Nachfrage nachhaltig ist“, sagt der Manager, der von wieder gut gefüllten Auftragsbüchern berichtet: „Die Nachfrage nach Fertigern, Asphalt- und Erdbauwalzen sowie Fräsen ist sprunghaft gestiegen.“ Den Grund dafür sieht Heukrodt in der Krise und dem damit verbundenen weltweiten Investitionsstau. „Die Konjunkturprogramme der einzelnen Staaten bewegen etwas. Das hat auch Auswirkungen auf den Standort Hameln.“ Entsprechend groß ist derzeit die Bauaktivität an der Kuhbrückenstraße. Die Walzenvormontage auf dem früheren AEG- beziehungsweise Actaris-Gelände ist bereits fertiggestellt, im Juni wird der erste Teil ds neuen Logistikplatzes in Betrieb genommen. Rund 1,5 Millionen Euro wurden investiert.

Als nächstes ist die Erneuerung einer Montagehalle geplant. Architekten und Statiker sind dabei, das bestehende Gebäude zu analysieren. „Die Umbauarbeiten beginnen frühestens 2011, aber dann geht es recht zügig. Im Moment sind wir damit beschäftigt, Pläne einzustellen, um weitere Hallen auf dem Gelände zu erschließen“, berichtet Udo Heukrodt. Und wenige Meter weiter, in unmittelbarer Nähe des Hauptverwaltungstraktes an der Kuhbrückenstraße 8 entsteht ein neues Gebäude, um an den produzierten Maschinen Schallmessungen und spezielle Prüfungen noch effektiver vornehmen zu können, ehe die tonnenschweren Produkte von Hameln aus in die Welt versandt werden. Zwar unterhält Volvo CE auch Dependancen in Brasilien, Indien, China und den USA, „aber die produzieren nur für die lokalen Märkte“, so Heukrodt.

Dieter Goldstein produziert bei Volvo Walzen – im neuen Fabrikteil auf dem früheren AEG-Gelände. Fotos: Wal

Der Volvo-Konzern legt großen Wert auf die Zertifizierung seiner Produktion. „Wir haben die Krise genutzt, um neben der Basiszertifizierung ISO 9001 auch Zertifikate für Arbeitssicherheit und Umwelt zu erwerben“, schildert Heukrodt, „ein wahnsinniger Aufwand, denn die Mitarbeiter müssen entsprechend geschult werden. Die haben sich aber alle mächtig ins Zeug gelegt, um das zu stemmen – auch bei Kurzarbeit.“ So gebe es nun beim Kohlendioxidausstoß Zielwerte, die in den nächsten Jahren erreicht werden sollen. Auch dem Umweltschutz misst Heukrodt große Bedeutung bei. „In den Baumaschinen befinden sich bis zu 300 Liter Öl. Nicht auszudenken, was passieren könnte, wenn das in die Fluthamel läuft“, erklärt der Fabrikchef. Er kündigt an, dass auch das Verpackungsmaterial der Hameln verlassenden Produkte künftig so ausgewählt wird, dass es wiederverwertet werden kann. Udo Heukrodt betont: „Wir wollen nicht nur unsere Maschinen auf dem neuesten Stand der Technik wissen, sondern auch die für die Produktion erforderliche Energie möglichst effizient einsetzen.“

Udo Heukrodt will den Ausbau des Hamelner Standortes möglichst schnell vorantreiben.



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