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Das tägliche Chaos an der Schule Kammweg stört Politik und Verwaltung: Wird es nicht besser, kommen die Bußgelder

"Die Verkehrsregeln sind einfach außer Kraft gesetzt"

Obernkirchen (rnk). Das alltägliche Verkehrschaos in der Bergstadt hat einen Namen: Schule Kammweg. Und großen Hoffnungen, für Besserung sorgen zu können, geben sich weder Stadtverwaltung noch Politiker hin. Trotzdem soll ein weiterer Versuch unternommen werden. Im Guten, aber danach wird es Bußgelder geben, wenn keine Besserung eintritt.

veröffentlicht am 12.06.2008 um 00:00 Uhr

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Das Hauptproblem sei, meinte Martin Schulze-Elvert (CDU) bei der Ortsbesichtigung des Fachausschusses, dass der morgendliche Verkehr nicht fließt. Denn die Eltern, die auf den Parkplatz fahren, halten dort, um ihre Kinder abzusetzen. Das könne dauern, da sich Eltern und Kindern meistens etwas länger verabschiedeten. Dadurch staut sich der Verkehr, denn fast alle Eltern fahren auf den Parkplatz, am liebsten auf die wenigen Längsstellplätze. Sind die voll, wird auf der Fahrbahn eine zweite Haltespur gebildet. Und dann geht gar nichts mehr. Zwar wurde auf der westlichen Seite der Straße ein Halteverbot über rund 100 Meter Länge erlassen, um die Situation zu entschärfen und die Kinder zu schützen, damit sie beim Überqueren der Straße sehen können, "was auf der Straße los ist", wie Verwaltungsvize Bernhard Watermann erklärte, gelöst sei das Problem damit aber nicht: Eswerde einfach an der östlichen Seite geparkt. Dort befindet sich auch ein gepflasterter Parkplatz, der ebenfalls gern genutzt wird, um den Nachwuchs abzusetzen. Mittags biete sich das gleiche Bild, nur hätten die Eltern etwas mehr Zeit mitgebracht, wenn sie mit dem Pkw wild parken, um auf den Nachwuchs zu warten. "Überschaubares Chaos" nannte es Watermann, der wiederholt betonte, dass es bisher nicht zu Unfällen gekommen sei. Die Situation sei "unbefriedigend", weil die "Verkehrsregeln außer Kraft gesetzt sind". Das Problem existiere, seit die Schule hier sei, erklärte Schulze-Elvert. Da würden weder freundliche Appelle an die Eltern noch Polizeipräsenz etwas ändern. Eine Zeit lang gehe es danach gut, dann stelle sich schnell wieder der alte Chaos-Zustand ein. Bei der Suche nach praktikablen Lösungen schlug Thomas Stübke (Grüne) vor, den Pflaster-Parkplatz kurzerhand durch zwei Sandsteinblöcke zu sperren. Da der Parkplatz aber einem Nachbarn zugestanden wird, der seinen Stellplatz auf der anderen Seite durch das Halteverbot verloren hat, wurde sich später auf einen versenkbaren Poller geeinigt, der zudem den Vorteil biete, dass er durchfahrenden Rettungsfahrzeugen nicht als statisches Moment im Wege steht. Außerdem, so Stübke, könne der Platz später für die Mensa-Anlieferung des Ganztagsangebotes genutzt werden. Horst Sassenberg (CDU) warf einen anderen Gedanken auf. Ob die Eltern nicht auf der anderen Seite der Schule ihre Kinder abgeben könnten: Schließlich befinde sich hier ein Großparkplatz. "Was spricht dagegen?" fragte Sassenberg in die Runde, in der ihm Wilhelm Mevert (SPD) "volle Unterstützung" zusicherte. Den Vorschlag, eine Einbahnstraßenregelung auf dem Parkplatz einzuführen, nahm Watermann als passendes Stichwort auf: "Das ist schon angeordnet." Dann kann der Parkplatz nur noch in eine Richtung befahren werden. Beschlossen wurde später, das Halteverbot auch auf die östliche Seite der Straße auszudehnen und den Parkplatz durch Poller zu blockieren. Sassenberg plädierte für einen Infoabend für die Eltern, ändere sich dann nichts, könne man notfalls auch kassieren. Denn die Stadt verfügt über einen Mitarbeiter, der sich mit den Straßenverkehrsvorschriften bestens auskennt. Watermann wird mit ihm in nächster Zeit einmal notieren, wie viele Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung am Kammweg zur Hauptstoßzeit begangen werden. Danach könnte es dann ernst werden, denn weder Politik noch Verwaltung scheinen, das alltäglich Verkehrschaos am Kammweg weiter hinzunehmen.



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