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Dennoch wieder Unterricht in der Schule Hinter der Burg

Die Trockner laufen auch noch nach den Ferien

Stadthagen (jl). Die von Jugendlichen vor rund zwei Wochen verwüstete ehemalige Orientierungsstufe Hinter der Burg wird mit Sicherheit nach dem Schulbeginn in der kommenden Woche für längere Zeit eine große Baustelle sein. Dennoch soll in dem Gebäude Unterricht stattfinden. Das hat gestern Kreisbauamtsleiter Fritz Klebe auf Anfrage mitgeteilt.

veröffentlicht am 24.10.2006 um 00:00 Uhr

Wie berichtet, hatten in dem Gebäude am Wochenende vom 6. bis zum 8. Oktober etwa zwei Tage lang mehrere Wasserhähne gelaufen, die eine Gruppe Jugendlicher geöffnet hatte. Die Eindringlinge hatten außerdem in großen Teilen des Gebäudes den Inhalt von Feuerlöschern versprüht. Seit der Woche danach laufen in etlichen Räumen große Spezialtrockner im Dauerbetrieb. Klebe hält es nicht für ausgeschlossen, dass die Trockner über das Ende der Herbstferien hinaus laufen. Trockene Wände und Decken sind nach den Worten des Experten überhaupt die Voraussetzung für die eigentliche Sanierung, die mit Sicherheit erstin der Schulzeit beginnen kann. Mit ziemlich großer Sicherheit steht inzwischen fest, dass der Vandalismus oder besser dessen Folgen das Gebäude nicht in dessen Grundfesten erschüttert hat. Das hat eine statische Prüfung ergeben, dessen detailliertes Ergebnis in Kürze im Kreishaus erwartet wird. Klar ist auch, dass die EDV unbeschadet davon gekommen ist und dass die elektrische Anlage wieder frei von Macken ist. Die Versicherung hat sich laut Klebe bereit erklärt, den Schaden zu übernehmen. Dieser wird auf rund 210 000 Euro geschätzt. Kreis und Versicherung haben jetzt einen vereidigten Sachverständigen eingeschaltet, der nach Klebes Worten die Sanierung begleiten wird. Am heutigen Dienstag wird die bisherige Leistung der Trockner gemessen. Heute wird auch eine Spezialfirma ihre Arbeit aufnehmen. Sie wird die nicht mehr brauchbaren Deckenabhängungen und Bodenbeläge demontieren. Dann kann entschieden werden, was saniert werden muss. Nach Klebes Darlegungen werden von der kommenden Woche an wohl die Oberstufenklassen der IGS sowie die Schüler der Haupt- und Realschule unterrichtet werden können. Im Kreishaus laufen jetzt Planungen, die auf eine optimale Koexistenz zwischen Handwerkern und Schulbetrieb zielen. Derweil laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bückeburg gegen die Jugendlichen weiter, auf deren Konto die Verwüstungen in diesem Gebäude sowie im Pavillon der Grundschule Am Stadtturm gehen sollen. Ein Täter sitzt - wie berichtet - seit einer Woche in Untersuchungshaft.

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