weather-image
27°
Hamelner Automobilclub lud anlässlich des fünfjährigen Bestehens zur Rundfahrt ein

Die Treser-Tour erfreute die Senioren

Hameln (ag). Mit der Aktion „Oldies in Oldies“ feierte der Hamelner Treser Club jetzt seinen 5. Geburtstag und lud dazu 16 Bewohner und ihre Betreuer aus den Emmerthaler Seniorenheimen Haus Elise und Haus Martha zu einer Sonntagsausfahrt ein. Michael Sielaff hatte für seine Vereinskollegen aus dem Automobilclub um Konstrukteur Walter Treser eine Strecke ausgesucht, die den Senioren sehr viel Freude bereitete. Vorbei an den Schlössern Hämelschenburg und Schwöbber sowie dem Rittergut Posteholz ging es bei Fuhlen über die Weser zum Kaffeetrinken auf die Paschenburg oberhalb der Schaumburg. „Einfach fantaschtisch.“, freute sich Heimbewohnerin Lieselotte Bornemann schon vor dem Start über die willkommene Abwechselung. „Es ist hoffentlich ein alter Selve dabei.“ Diesen Autowunsch konnte ihr der Treser Club an diesem Nachmittag zwar nicht erfüllen, aber von Michael Witgrefe aus Barntrup in einem weißen Mercedes Benz 190 aus dem Jahre 1965 durchs Weserbergland chauffiert, genoss die 94-Jährige dann trotzdem die Fahrt und das anschließende Kaffeetrinken in der Paschenburg hoch oben über der Weser. „Die Straßen hierher sind wunderschön.“, lobte sie die Streckenführung durch die schöne Landschaft und freute sich vor allem über das bunte Herbstlaub im Sonnenschein. „Man weiß gar nicht, wo man überall hinschauen soll, um nichts zu verpassen. Und so nette Gesellschaft dabei, wirklich sehr schön dieser Nachmittag.“ Mit der netten Gesellschaft meinte sie nicht nur ihren Chauffeur, der hinterher ebenfalls begeistert von seiner unterhaltsamen Beifahrerin schwärmte, während er den Rollator der Seniorin aus dem Kofferraum des Benz holte. „Herrlich, was die alte Dame unterwegs alles zu erzählen wusste.“ Bei der Auswahl der Fahrzeuge hatte Cornelia Sielaff vom Organisationsteam darauf geachtet, dass die Gäste nicht nur bequem ein- und aussteigen können, sondern auch auf genügend Stauraum für Rollstühle und andere Gehhilfen. Sportwagen waren deshalb nur für die Betreuer dabei. Lieselotte Bornemann freute sich mit ihrem Chauffeur über die Kaffeerunde im Wintergarten der Paschenburg. Mit Blick über das Wesertal unterhielt sie sich angeregt mit ihrer 88-jährigen Mitbewohnerin Frau Braun und deren Chauffeur Bernfried Weber. Der hatte sich bei Kaffee und Pflaumenkuchen schnell mit den beiden Damen aus dem Haus Elise angefreundet. Als Lieselotte Bornemann erzählte, sie sei eine geborene Appel und habe früher eine Gaststätte in Tündern gehabt, wurden Erinnerungen an Sonntagsausflüge in ihren Kaffeegarten unter der Eiche in Tündern ausgetauscht, die Bernfried Weber als Kind mit seiner Familie gemacht hat. Und natürlich ging es auch um Autos. Zwar keine Bezingespräche wie sonst üblich, wenn der Treser Club unterwegs ist, aber Bernfried Weber war mit einen DKW F 102 aus den 60er Jahren da und einen DKW ist Lieselotte Bornemann schließlich früher auch gefahren, wie sie erzählt. Ingo Nawoidnik, geschäftsführender Gesellschafter der Upmeier Seniorenheime hatte mit seinen Mitarbeitern ebenso viel Spaß an dem Ausflug wie die Heimbewohner, die sie betreuten. „Eine tolle Idee des Treser Clubs so seinen Geburtstag zu feiern“, dankt er.

veröffentlicht am 10.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:41 Uhr

Durch das buntgefärbte Weserbergland fuhren die Treser-Club-Mitg
Lieselotte Bornemann im Mercedes Benz Baujahr 1965.
  • Lieselotte Bornemann im Mercedes Benz Baujahr 1965.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare