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Bückeburg will vom erwarteten Besucherandrang langfristig profitieren / Landesfarben allüberall

Die Stadt macht sich hübsch für die Hochzeit

Bückeburg. Für die Stadt Bückeburg ist die bevorstehende Fürstenhochzeit das Ereignis des noch jungen Jahrtausends. "Ein nicht wegzudeutender Werbefaktor, um auf uns aufmerksam zu machen und noch mehr Touristen nach Bückeburg zu locken", nannte es - mit etwas Tiefstapelei - Bürgermeister Reiner Brombach. Doller ins Horn bläst da schon der Vorsitzende des Bückeburger Stadtmarketing (BSM), Sønke Lorenzen: "Ein solches Medienereignis mit der Chance, uns deutschlandweit von unserer besten Seite zu präsentieren, wird die Stadt in absehbarer Zeit nicht mehr bekommen. Wenn wir das verschlafen, sind wir selber Schuld."

veröffentlicht am 21.06.2007 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:48 Uhr

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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite

Entsprechend sind in der Verwaltung und beim BSM die Vorbereitungen zum Aufhübschen Bückeburgs längst im vollen Gange, um den erwarteten Gästescharen und Medienvertretern die Schokoladenseiten der Stadt zu präsentieren. Schloss, Schlossareal, ein leibhaftiger Fürst, der oft im Stadtbild präsent ist, dazu Stadtkirche, Mausoleum, Rathaus, Marktplatz, Hubschraubermuseum oder aber die Fußgängerzone sprechen für sich. Dazu sollen jetzt aber die Kleinigkeiten kommen, die zwar nicht sofort ins Auge fallen, aber bleibenden Eindruck hinterlassen. So sind die Mannen des Bauhofs angehalten, alle Ecken und Winkel der Stadt noch gründlicher als sonst von Müll und Unkraut zu befreien. Brombach: Die Fußgängerzone wird von oben von der Stadtkirche bis hinunter zum Marktplatz beflaggt - natürlich in den Landesfarben weiß-rot-blau. Die Kaiser-, nicht Fürstenlinden, in der Fußgängerzone werden mit weiß-rot-blauen Wimpeln geschmückt. Hierfür will die BSM sorgen. Lorenzen forderte zudem alleEinzelhändler der Stadt - bisher nur mündlich - dazu auf, ihre Auslagen entsprechend zu dekorieren. Am Wochenende sollen auch noch entsprechende Rundschreiben verschickt werden. Die Hofkammer wird in den kommenden Tagen noch das offizielle Hochzeitsfoto von Fürst Alexander und seiner Nadja samt Rahmen an interessierte Geschäftsleute verteilen, die es in ihren Auslagen aufstellen oder aushängen können. Mehrere Geschäftsleute bieten besondere Angebote an, auch um die erwarteten Besuchermassen entsprechend verpflegen zu können. Die Bäckerei Schäfer hat Hochzeitskuchen samt eines Kaffees im Angebot, die Fleischerei Mühe wird "Fürstenwurst" anbieten. Damit das schöne Bild nicht durch Absperrgitter gestört wird, wird die Feuerwehr den Absperrdienst übernehmen und mit Absperrseilen versuchen, die Menschenmassen im Zaum zu halten. Ein Gewinner der Fürstenhochzeit steht bereits fest. In Bückeburg und der näheren Umgebung gibt es am Hochzeitswochenende nicht ein einziges freies Hotelzimmer mehr. Und auch die Gastronomen, besonders in der Fußgängerzone, können am 30. Juni mit starken Umsätzen rechnen. Reservierungen für Tische, besondersdraußen, liegen bereits in Massen vor.



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