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Dieter Fischer bleibt KSB-Vorsitzender / Landrat betont Integrationsfunktion des Sports

"Die Sportvereine sind keine Bittsteller"

Landkreis (hga). Der 13. Kreissporttag des Kreissportbundes Schaumburg (KSB) stand ganz im Zeichen der Vernetzung von Sport und Sozialpolitik. Für die Organisation der Veranstaltung im Rintelner "Brückentorsaal" zeichnete die VT Rinteln verantwortlich.

veröffentlicht am 19.03.2007 um 00:00 Uhr

Vom 13. Kreissporttag im Rintelner Brückentorsaal gewählt: Diete

Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier wurde in seiner Rede so eindringlich und ausführlich, dass KSB-Vorsitzender Dieter Fischer zugab, Schöttelndreier habe ihm "die Hälfte seines Berichtes" vorweg genommen. "Nicht alle unsere Probleme können durch Sport gelöst werden, es bieten sich aber viele Ansatzmöglichkeiten",konstatierte Schöttelndreier, und verwies auf die Wichtigkeit der Jugendarbeit, etwa im Bereich der Entwicklung von Sozialkompetenz. Unter Hinweis auf das Jugendkonzept des Landkreises Schaumburg erklärte der Landrat: "Sport ist Jugendsozialarbeit und Prävention gegen Sucht und Gewalt. Wir werden die Sportvereine einbeziehen." Sportvereine seien Orte sozialer Kultur, in denen die Bereitschaft, Pflichten zu übernehmen, gefördert werde, so Schöttelndreier. "Sportvereine sind keine Bittsteller gegenüber den Kommunen, sie führen mit ihrer integrativen Fähigkeit Menschen zusammen." Heiner Bartling forderte in seiner Eigenschaft als Präsident des Niedersächsischen Turnerbundes den Erhalt des staatlichen Wettmonopols, aus dessen Erträgen die Niedersächsische Landesregie-rung 26 Millionen Euro an den Landessportbund überwiesen habe. Fischer zeigte sich zu Beginn seines Berichts enttäuscht darüber, dass trotz der so positiv verlaufenen Fußballweltmeisterschaft sich Meldungen über Ausschreitungen und ausländerfeindliche Hetze häufen. "Es stimmt mich traurig, dass Fachverbände ganze Spieltage absagen müssen. Das kann nicht Sinn der Sache sein." Fischer verwies zudem auf die integrativen Fähigkeiten im Sport für jugendliche und ausländische Mitbürger. "Die Sportvereine bieten die Möglichkeit der Mitgestaltung", erklärte er. "In einer zukunftsorientierten Kommunalentwicklung muss die kommunale Sportentwicklung bedeutender Bestandteil sein", wies Fischer darauf hin, dass der Sport kein "Subsystem, sondern fester Bestandteil der Kultur" sei. Für Mitte des Jahres plane der KSB ein "Forum Schulsport", kündigte Fischer an. "Wir möchten alle - Lehrer, Schüler, Eltern und Vereine - miteinander ins Gespräch bringen", sagte er. Zusätzlich werde der Kreissportbund im Herbst die Aktion "KSB on Tour" wieder ins Leben rufen, in die Gemeindengehen und das Gespräch zu suchen. Fischer riet danach allen Vereinen, beim Landessportbund einen Internetzugang zu beantragen, da ab 2008 die Bestandserhebung online erfolge (wir berichteten). Zum Ende forderte Fischer die Vereine auf, die unterstützenden Angebote des KSB anzunehmen. "Wir haben die Kompetenz zur Vereinsberatung, die nur abgerufen werden muss. Dazu bieten wir Vereinsanalysen an, die Nachfrage tendiert aber gegen null", schrieb Fischer den Vereinen seine Aufforderung ins Stammbuch. Am Ende des Kreissporttages nahmen die Teilnehmer die Haushaltsvoranschläge für die Rechnungsjahre 2007 und 2008 einstimmig an, in denen der Kreissportbund Summen in Höhe von rund 700 000 Euro verwaltet.

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