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Sozialdemokraten wollen in Heeßen den Bürgermeister stellen / Bemühen um Dorfmittelpunkt

Die SPD sieht ihre Chance: "Jetzt oder nie!"

Heeßen (sig). "Unsere Chance, für andere Mehrheitsverhältnisse im Ort zu sorgen, war nie größer als jetzt", beurteilt der Spitzenkandidat der Heeßer Sozialdemokraten, Kai Alack, die Lage bei der Vorstellung der Kandidaten für den Gemeinderat im "Heeßer Krug". Wenn die Kommunalwahlen seine Erwartungen bestätigen, würde er das Amt des Bürgermeisters annehmen, aber nicht die Funktion des Gemeindedirektors. In der Vergangenheit fungierte der in Heeßen wohnende Samtgemeinde-Bürgermeister Heinz Wischnat als Gemeindedirektor. Würde Oliver Keller zu seinem Nachfolger gewählt, könnte der sich vorstellen, auch in Heeßen nachzurücken.

veröffentlicht am 18.08.2006 um 00:00 Uhr

Zurzeit besteht die SPD-Fraktion im Gemeinderat aus vier Sozialdemokraten, die sechs Christdemokraten gegenüber sitzen. Als Einzelbewerber ist Gerhard Hasse vertreten. "Wir haben eine beruflich und altersmäßig gute Mischung gefunden, konnten aber leider keine Frau animieren, sich aufstellen zu lassen", leitete Alack seine Kandidatenrunde ein. Danach öffnete er den frisch gedruckten Wahlprospekt und wies - mehr zum Spaß - auf eine Ortskarte hin. Sie zeigt, dass die sieben SPD-Bewerber aus nahezu allen Ortsteilen kommen. Parteimitglieder sind alle bis auf den Diplom-Ingenieur Karsten Erdmann. Neu ist der Gastronom Rüdiger Knabe. Auf Platz eins der Vorhabenliste stehen bei den Heeßer Sozialdemokraten die Pläne für die Schaffung eines Dorfmittelpunktes. Dazu soll die neben dem Schützenhaus liegende Wiese gehören, auf der sich zurzeit ein Bolzplatz und die Bouleanlage befinden. Diese Fläche möchte man in westlicher Richtung bis zur Aue erweitern. Ideen für dort auszurichtende Veranstaltungen gibt es auch schon. Man denkt zum Beispiel an einen Weihnachtsmarkt, vielleicht sogar an einen Wochenmarkt, an Feste der Dorfgemeinschaft, an Bouleturniere und an einen Tanzplatz für die Heeßer Dorfjugend, die alljährlich das Erntefest ausrichtet. Die Sozialdemokraten hoffen, mit dem Eigentümer Einigkeitüber den Erwerb des Wiesengeländes zu erzielen. Die Kassen der Gemeinde sind deutlich leerer als die der Nachbarorte. Das engt den Handlungsspielraum ein. Deshalb wollen die Sozialdemokraten die Ansiedlung von Gewerbe forcieren. Sie möchten gern vermehrt Öffentlichkeitsarbeit betreiben für den Bereich des Bebauungsplanes 14 (Im Wiesengrund). In jedem Fall will man hier aber nur geräuscharm arbeitende und umweltfreundliche Betriebe ansiedeln. Gedanken macht man sich auch über das Land westlich der Landesstraße 451, auf demeinst ein Lebensmittelmarkt entstehen sollte. Hierfür möchte man Investoren finden. Am 19. August wollen die Wahlkämpfer beim "Markant" und am 2. September beim Edeka-Geschäft das Gespräch mit den Bürgern suchen. Es soll dazu eine Verlosung sowie Freibier geben. Am 3. September nimmt man an der Abschlussveranstaltung des SPD-Samtgemeindeverbandes teil.

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