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"Tag der offenen Tür" im Klärwerk / Informationen ums Abwasser / Im Untergrund auf der Höhe

Die Spargelsaison ist vorbei, jetzt kommen die Erdbeeren

Bückeburg (bus). Mehrere 100 Menschen haben am Sonnabend das Angebot des städtischen Abwasserbetriebs genutzt, die Kläranlage in der Kornmasch in Augenschein zu nehmen. Dass es dabei nicht in jedem Moment piekfein zuging, versteht sich bei der etwas anrüchige n Materie von selbst. "Die Spargelsaison ist vorbei, jetzt kommen die Erdbeeren", wusste Betriebsleiter Manfred Schach schon vor Eintritt in die Rechenkammer. Empfindliche Nasen durften draußen bleiben.

veröffentlicht am 30.06.2008 um 00:00 Uhr

Betriebsleiter Manfred Schach erläutert den Prozess der Abwasser

In der Rechenkammer erfolgt der erste Schritt der mechanischen Reinigung, die Anlage hält grobe Inhaltsstoffe zurück. "Hier wird leider auch immer wieder sichtbar, wie viel Abfall über die Kanalisation entsorgt wird", erläuterte Schach. Im Anschluss an die zweite Station, dem "belüfteten Sandfang", wo sich schwere Stoffe absetzen, und einem Fettabscheider geht es ins "Belebtschlammbecken". "Belebt" bedeute, klärte Abwassermeister Schach auf, dass in dem Becken Kleinstlebewesen und Bakterien siedeln, die organische Stoffe als Nahrung aufnehmen und somit abbauen. Der während der Reinigungsprozesse anfallende Schlamm findet nach mehreren Aufbereitungsvorgängen als Düngerin der Landwirtschaft Verwendung. Der Abwasserbetrieb hatte das als "Tag der offenen Tür" konzipierte Angebot aus Anlass seines zehnjährigen Bestehens auf die Beine gestellt. Außer stündlich organisierten Betriebsführungen und jeder Menge Informationen rund um das Thema Abwasser gab es ein Kläranlagenquiz und Spielespaß mit dem Animateur Dietmar "Didi" Ostermeier. Des Weiteren waren der betriebseigene Spülwagen, die "Fränkischen Rohrwerke" und die Kanal-Untersuchungsfirma "Schweer Bau" vor Ort. Fränkische und Schweer führten eindrucksvoll vor Augen, dass das "In-die-Röhre-gucken" nicht in jedem Fall von Nachteil sein muss. Besonders die ferngesteuerten Kamerawagen, mit denen die Untersuchungsfirma Schäden im Kanalisationsnetz nachspürt, stieß auf großes Interesse. "Wenn die in die Röhre gucken, kann man das sogar im Fernsehen sehen", merkte ein begeisterter Nachwuchstechniker völlig richtig an. Die von den Kameras erfassten Missstände werden zeitgleich auf einen Monitor übertragen. "Mitdiesen Geräten ist man auch im Untergrund stets auf der Höhe des Geschehens", ergänzte ein weiterer jugendlicher Experte.



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