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„Heavy Christmas“ beim Weihnachtskonzert von „Hameln rockt“

Die Ruhe und der Sturm

Hameln. Weihnachten wird schwarz, laut und extrem rockig – den Eindruck hat, wer am Samstag zu späterer Stunde in die Sumpfblume kam. Die hatte zum Jahresabschluss ihrer Konzertreihe „Hameln rockt“ zum „Christmas Special“ geladen mit fünf regionalen Bands im Gepäck. Das Besondere: Jede von ihnen musste einen Weihnachtssong ihrer Wahl performen. Wer allerdings ruhige, besinnliche Weihnachtsklänge erwartete, der war hier an der falschen Adresse.

veröffentlicht am 16.12.2012 um 17:35 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 09:41 Uhr

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Autor:

Sina-Mareike Schulte
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Auf den ersten Blick erinnerte nichts so richtig an Weihnachten. Lediglich die Sängerin von Proud Harry, der ersten Band des Abends, unterstrich mit Lametta bestickten Stiefeln das Konzertmotto. Die sechsköpfige Band, die sich erst im März zusammengefunden hat, eröffnete das Event mit einem akustischen Set. Die Musiker überzeugten mit Klassikern wie „Black Velvet“ und „Mustang Sally“ oder einem improvisierten Blues und boten damit starkes Kontrastprogramm zu den Bands, die folgten. Den Abschluss machten sie mit ihrer Version von „Merry Christmas“ – es war die Ruhe vor dem Sturm.

Als Nächstes rockten Father Nuke die Bühne. In ihrem Programm aus eigenen Songs mixten sich Indie, Punk und Metal. Auch die bekannten Klänge des Weihnachtsklassikers „Let it snow“ verpackten sie in rockige Gitarrensounds und kräftige Schlagzeugbeats. Da blieb kein Fuß still, wenngleich die Tanzfläche weitestgehend frei blieb. Das änderte sich jedoch mit der dritten Band: Mit aggressiver Stimme und vulgärer Sprache gab der Leadsänger der Heavy-Metal-Band Final Cry dem Publikum zu verstehen, sich vor der Bühne einzufinden. Unter dem Motto „Je länger die Haare desto besser“ wurde geheadbangt, was das Zeug hält. Für die eingefleischte Metal-Fangemeinde ein musikalisches Highlight, für andere jedoch ein Grund zum Gehen.

Auch mit den letzten Bands des Abends assoziierte man eher „Heavy Christmas“ als „Merry Christmas“: Punish my heaven, die sich als „Melodic-Death-Metal-Vierer“ bezeichnen, und die Hamelner Band Jarona, die das Publikum mit ihrer Version von „Jingle Bells“ überraschte.

Auch im nächsten Jahr wird es weitergehen mit „Hameln rockt“; für den 25. Januar ist das nächste Konzert geplant.

Mehr Fotos vom Konzert gibt es online in der Bildergalerie auf dewezet.de.

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