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52 Absolventen des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft an der Handelslehranstalt erhalten ihre Abiturzeugnisse

Die Rentabilität liegt bei 100 Prozent

Hameln. „Guck´ mal, der Strahler strahlt“, wisperte eine frischgebackene Abiturientin zu ihrer Nachbarin. In der Tat hatte Schulleiter Bernd Strahler an diesem Morgen allen Grund dazu. Zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen und vielen Gästen konnte er im voll besetzten Forum der Handelslehranstalt 52 jungen Schülerinnen und Schülern das ersehnte Abiturzeugnis aushändigen. „So, wir lassen Sie los. Sie können stehen, jetzt zeigen Sie, dass Sie auch gehen können“, fordert er die Abiturienten auf.

veröffentlicht am 27.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:21 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf

Auch über die Statistik darf sich der Schulleiter freuen. Der Notenschnitt war mit 2,8 leicht besser als der des Vorjahres. Doch das kümmerte Schüler, Lehrer, Eltern und Gäste wenig. „Geschafft!“ sprach es aus den Blicken der Absolventen, die sich für diesen Anlass in Schale geworfen hatten.

Geduldig hörten sie die gut gemeinten Ratschläge des stellvertretenden Landrats Torsten Schulte. Mit „Überzeugung, Engagement, Spaß und Freude“ sollten sich die Absolventen jetzt neue Ziele stecken. „Nutzen Sie die Herausforderung“, so Schulte; es gelte, „das Leben nicht zu verdaddeln“, sondern „klare Zielsetzungen im Auge zu haben“ und vor allem „die eigenen Wurzeln nie zu vergessen.“

Ebenso launig wie – für Insider gespickt mit humorvoll-kritischen Untertönen – dann die Ansprache der Jahrgangsleiterin Brigitte Brill. Jetzt sei die Champions League erreicht, meinte sie. Für einige zwar mit Verlängerung, aber egal. „Bewegt Euch, sonst bewegen Euch andere“, so ihr Rat für den weiteren Lebensweg.

Erwachsenwerden, das heiße vor allem, sich immer wieder neu entscheiden zu müssen. „Die Rentabilität Eurer Schulzeit liegt bei 100 Prozent“, stellte die Schulelternratsvorsitzende Ilona Sundmacher in Anlehnung an das vom Abi-Jahrgang gewählte Motto „Rentabilität – 13 Jahre richtig kalkuliert“ fest.

„Pass auf, der hat bestimmt für jeden den richtigen Spruch“, flüsterte besagte Abiturientin, als der als Koordinator für das Berufliche Gymnasium Wirtschaft zuständige Norbert Deide dann zusammen mit HLA-Schulleiter Bernd Strahler und Jahrgangskoordinatorin Brigitte Brill die Zeugnisse der Reife überreichte.

„Unsere Schule hat es mal wieder geschafft“, stellte Deide klar. „Unser Abitur zielt vor allem auf berufliche Kompetenzen. Das heißt, dass wir nicht nur Wissen vermittelt haben, sondern auch Schlüsselkompetenzen, ganz nach unserem Motto ´Mensch-Bildung-Wirtschaft´“.

Mit Marina Meiertöns, Pay Fahlbusch und Felix Huppert wurden drei Schüler mit Buchprämien ausgezeichnet, die ein Einser-Abitur erzielt hatten. Danach endete bei einem Sektempfang die Schulzeit endgültig. Die Zukunft? Für Bernd Strahler ist klar, dass die Zahl der Schüler mit Migrationshintergrund zunehmen wird. „Viele von ihnen nutzen die Chance, um sich am Beruflichen Gymnasium den weiteren Aufstieg zu erarbeiten“, erklärte der 55-Jährige, der die Hamelner Handelslehranstalt seit 2010 leitet. „Wir sind sehr europäisch ausgerichtet und bieten viele Zusatzangebote in dieser Richtung an.“

„Unser Motto hat voll hingehauen“, waren sich alle Absolventen einig. Die Rentabilität des Projekts Abitur am Beruflichen Gymnasium betrug für sie 100 Prozent.

Feierliche Verabschiedung (v. li.): Klassenlehrer Roland Meurer, Felix Huppert, Pay Fahlbusch, Marina Meiertöns, Lehrerin Silke Bauch und Schulleiter Bernd Strahler.eaw



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