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Sorgt für Schwung in der Stiftskirche: Die Gospel Community aus London

Die perfekte Mischung - Inhalt, Show, Ausdruck und Stimmgewalt

Obernkirchen (dis). Ein Ereignis der besonderen Art ist den Zuhörern in der dicht besetzten Stiftskirche am Sonnabend geboten worden: Der weltbekannte "London Community Gospel Choir" präsentierte im Zuge der 21. Niedersächsischen Musiktage ein Konzert, das Alt und Jung in Trab hielt und dem Motto der Veranstaltungsreihe "Zwischen Himmel und Erde" aufs Schönste entsprochen hat.

veröffentlicht am 17.09.2007 um 00:00 Uhr

Soul, Klang, Inhalt - der Gospelchor sorgt für Stimmung. Foto: c

Glaube, der von den Stühlen reißt, und Musikalität, die so etwas wie eine Botschaft zu vermitteln vermag: Diese untrennbar verschmelzenden Eigentümlichkeiten fanden sich bei der vielköpfigen Crew geballt. Kein Wunder, dass die stimmkräftigen Sängerinnen und Sänger sowie deren Keyboarder mit ihrer Performance unter dem Titel "Feel the Spirit" - nach einem etwas gewöhnungsbedürftigem Beginn - immer mehr mitzureißen und zu faszinieren wussten. Obendrein gaben sich die mit weißen Jacketts und schwarzen Hosen bekleideten Briten große Mühe, ihrer Botschaft mit emotionaler Wucht Nachdruck zu verleihen. Ob bei "It's a long, long return", "Kumbaya", "Oh Happy Day" oder "Amen" - die dunkelhäutigen Künstler erweckten den Geist dieser Klänge mit einer Menge Verve und Eigenständigkeit zum Leben und zeigten in der Zusammenstellung von klassischen und neueren Arrangements kreatives Geschick! Die Truppe klatschte, tanzte, sang und schrie sich im Wortsinn "frei", erlangte eine eigene Deutung von Unabhängigkeit und brachte ihre Persönlichkeit dabei mit gesammelter Bühnenpräsenz zum Ausdruck. Musik und Show, Inhalt und mitreißende Form gingen somit eine glückliche Verbindung ein. Dem hypnotisierenden "Call- and Response-Gesang" der Vokalisten konnte sich vor allem nach der Pause kaum jemand im Kirchenschiff entziehen. Spätestens beim swingenden "Sweet Chariot" warfen Kinder, Rentner und die "Leute dazwischen" gleichermaßen rhythmisch die Arme empor und spreizten die Finger. Aber schon weit früher war das Publikum endgültig aufgetaut und sang, beziehungsweise groovte bei einigen besonders souligen Liedern vergnüglich mit. Gewiss hätten etliche Gäste - auch nach über zwei Stunden - noch gern dem ansteckenden Spirit des von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Schaumburg und dem Kulturfenster ermöglichten Abends weiter folgen mögen, doch gegen 22.40 Uhr war dannendgültig Schluss.



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