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Förderverein für Deutsch-Polnische Partnerschaft gegründet / 53 Teilnehmer bei erster Versammlung

"Die Partnerschaft steht auf breiten Füßen"

Bad Nenndorf (fox). Eine entscheidende Weiche für die offizielle Partnerschaft Bad Nenndorfs mit der südpolnischen Provinz Gdów ist im "Haus Kassel" gestellt worden. Dort hat sich unter Vorsitz von Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Lohmann der Förderverein "Deutsch-Polnische Partnerschaft" gegründet. Der Schritt gilt als Grundsteinlegung für eine Festigung der Beziehungen, da der Verein die Stadt Bad Nenndorf frei von Kosten halten will. Ohne den Förderverein wäre die Unterzeichnung des Städtepartnerschaftsvertrages unmöglich (wir berichteten mehrfach).

veröffentlicht am 27.02.2009 um 13:45 Uhr

35 der 53 Gründungsversammlungsmitglieder haben Frank Lohmann (M

Ein vor Freude strahlender Frank Lohmann hat die 53 Teilnehmer der Gründungsversammlung begrüßt. "Ich werde alle meine Kraft einsetzen, um die Ziele für den Verein zu erreichen", sagte der 43-jährige Bad Nenndorfer nach seiner Wahl. Von der Resonanz ist Lohmann begeistert: Bereits vor der Versammlung hätten sich bereits zehn künftige Mitglieder gemeldet. Zahlreiche Vereine, unter anderem der MTV Waltringhausen, der Männergesangverein Bad Nenndorf und der Gemischte Chor Waltringhausen hätten vorbehaltlich deren Mitgliederentscheidungen spontan ihren geschlossenen Beitritt erklärt, sagte Lohmann. Die Stadt zeige Verbundenheit durch den Beitritt von Bürgermeisterin Gudrun Olk und Stadtdirektor Bernd Reese als beratende Mitglieder des Vorstandes. Lohmann: "Die Partnerschaft steht auf breiten Füßen." Als ein besonders positiven Impuls wertete er den Beitritt des CDU-Landtagsabgeordneten Joachim Runkel und Bad Nenndorfs ersten ehrenamtlichen Bürgermeister-Stellverteter Werner Tatge (CDU) in den Förderverein. In Anbetracht der kritischen Haltung der CDU-Stadtratsfraktion gegenüber der anstehenden Städtepartnerschaft hat diese Reaktion für Lohmann Signalwirkung. Eine etwas in Vergessenheit geratene Guppierung ist am Dienstagabend wieder in Erscheinung getreten: Der Verein "Aktionsgemeinschaft Polenhilfe Bad Nenndorf". Dieser war 1981 gegründet worden. Dessen Vorstandsmitglied Eleonore Giese-Bauersfeld machte das Interesse des Vereins an einer Mitgliedschaft im Förderverein deutlich, will aber einen Mitgliederentscheid abwarten. Dieser Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, in erster Linie Kinderheime in armen Regonen Polens mit Hilfslieferungen zu unterstützen. Lohmann: "Sie sind herzlich willkommen." Der Förderverein will sich über drei Standbeine finanzieren: Zuschüsse aus dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk, Spenden und Mitgliedsbeiträge. Der Jahresbeitrag wurde mit 15 Euro festgesetzt. Schüler, Studenten und Auszubildende zahlen nur zehn Euro. Sollte der Rat der Stadt während seiner öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 22. August, den politischen Beschluss fassen, die Städtepartnerschaft mit Gdów einzugehen, steht der Unterzeichnung am 31. August nichts mehr im Wege. Eine 40-köpfige Delegation aus Südpolen erwartet der Förderverein für den 25. August in Bad Nenndorf. Bis zum 2. September bleiben die Gäste. Sieben weitere Offizielle sollen am 31. August zur Vertragsunterzeichnung hinzustoßen. Langeweile soll bei Besuchern und Gastgebern nicht aufkommen. Einerseits wegen der anstehenden 8. Internationalen Jugendfeuerwehr-Wettbewerbe im Sportpark Bad Nenndorf, andererseits wegen zahlreicher Ausflugstouren durch den Landkreis. Wie es aussieht, kann sich die Stadtverwaltung auch schon einmal mit der Aufstellung eines eigenen Fußballteams befassen. Lohmann: "Gdów hat einen sehr sportbegeisterten Bürgermeister." Fakten

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