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Sie will verändern, gestalten und gute Ideen auch umsetzen

Die Neue: Gaby Willamowius

Hameln (ni). Willamowius – an den ungewöhnlichen Namen wird man sich gewöhnen müssen. Doch wer Eyjafjalla oder sogar Eyjafjallajökull gelernt hat, dem kommt Willamowius schon nach kurzer Übung glatt über die Lippen. Gaby Willamowius, am 16. Juni 1966 in Hannover geboren, wird aller Voraussicht nach Dezernentin der Stadt Hameln. Die erste Hürde auf dem Weg in die Verwaltungsspitze hat die Bewerberin um den Dezernentenposten gestern genommen. Der Verwaltungsausschuss sprach sich mit Mehrheit dafür aus, die vakante Stelle mit der 43-Jährigen zu besetzen.

veröffentlicht am 21.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.04.2010 um 09:26 Uhr

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Was treibt eine stellvertretende Referatsleiterin in der niedersächsischen Staatskanzlei dazu, sich von der Ebene der Landesregierung in die Niederungen der Kommunalverwaltung zu begeben? Was reizt sie an der Aufgabe in Hameln so sehr, dass sie dafür bereit ist, ihren Beamtenstatus aufzugeben? Die Antwort von Gaby Willamowius klingt überzeugend: Nachdem sie in nahezu 15 Jahren „viele Stationen in der Landesregierung durchlaufen“ und an der Konzeption zahlreicher Projekte im Bereich Kultur, Bildung und Erziehung beteiligt gewesen sei, möchte sie jetzt an eine Stelle, an der sie „ etwas verändern“, an der sie „gestalten“ kann. Als Dezernentin für den Fachbereich Bildung, Jugend und Kultur hätte sie diese Möglichkeiten, Theorie und Praxis miteinander zu verzahnen. „Es gibt so viele gute Ideen; es ist an der Zeit sie umzusetzen“, sagt die 43-Jährige. Dafür wolle sie werben.

Bildung – angefangen von der frühen Förderung der Jüngsten bis hin zum lebenslangen Lernen auch noch im Seniorenalter – ist das Thema, bei dem die Erziehungswissenschaftlerin einen Schwerpunkt ihrer künftigen Arbeit sieht. Denn Bildung, ist sie überzeugt, bedeutet nicht nur persönlichen Gewinn, sondern „ist auch eine wichtige Standortfrage“. Mit möglichst breit gefächerten Bildungsangeboten könne eine Stadt „junge Familien halten und auch anlocken“, was vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung von großer Bedeutung sei. Aus ihren Gesprächen mit den Hamelner Ratsfraktionen habe sie mitgenommen, dass die Politiker der Stadt ihre Einschätzung offenbar teilen. „Das war für mich noch einmal eine Bestärkung“, sagt Willamowius.

Gaby Willamowius ist verheiratet. Sie wohnt in Völksen, hat keine Kinder, „aber einen kleinen Neffen, der mich bezaubert“. Hameln kannte sie bereits, bevor sie auf die Dezernentenstelle aufmerksam wurde. Die Stadt habe ihr auf Anhieb gefallen, sagt die passionierte Freizeitsportlerin. Dass sie, wenn beruflich in Hameln gebunden, vielleicht auf ihre gewohnte Laufstrecke „rund um den Maschsee“ verzichten muss, nimmt sie gelassen.

Gaby Willamowius will Dezernentin in Hameln werden. Die Zustimmung der Mehrheitsgruppe im Rat hat sie, ihrer Wahl am 28. April steht nichts mehr im Weg.

Foto: Wal



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