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13 Kinder mit dem Nabu im Wald unterwegs / Projekt mit der offenen Jugendarbeit Kathrinhagen / Blick für Details

Die Natur mit allen Sinnen wieder neu entdecken

Kathrinhagen (mj). Der Naturschutzbund (Nabu) Auetal, die Auetaler Jugendpflegerin und die "offene Jugendarbeit Kathrinhagen" führten zusammen eine Waldrallye in Kathrinhagen durch. Ziel der Aktion war es, mit Kindern aus Kathrinhagen den Lebensraum Wald mit seinen Pflanzen und Tieren zu erkunden sowie die offene Jugendarbeit in Kathrinhagen wieder au fleben zu lassen.

veröffentlicht am 04.09.2008 um 00:00 Uhr

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13 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren folgten der Einladung zum Osterfeuerplatz in Kathrinhagen. Unter der Leitung von Marc Jameson, Jugendwart des Naturschutzbundes Auetal und Kinder- und Jugendsprecher des Nabu-Kreisverbandes Schaumburg, und Anne-Marie Matthias, Jugendpflegerin der Gemeinde Auetal, startete die Aktion oberhalb des Dorfes. Von hier aus ging es zur Köhlerhütte. Heimische Bäume und Büsche an ihren Blättern und Früchten zu bestimmen war die erste Aufgabe. Mit der Unterstützung von Saskia Gerber, Rebekka Grewe und Katharina Kuhlmann, Andreas Schwab sowie Steffen Held von der "offenen Jugendarbeit" in Kathrinhagen war die Aufgabe aber schnell gelöst. Für den Menschen ist der Wald als Frischluftversorger und Erholungsraum bedeutend. Viele seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten sind auf den Lebensraum Wald angewiesen. So konnte man in der Köhlerhütte ein riesiges Hornissennest und eine aufgeweckte Zwergfledermaus beobachten. Nach verschiedenen Spielen wurde die Klette unter die Lupe genommen. Mit ihren Widerhaken verhakt sich die Frucht im Fell eines Tieres und kann dadurch ihre Samen in einem größeren Umfeld verbreiten. Um Wildtiere zu beobachten wurden Spuren von Reh und Wildschwein gelernt, um die Anwesenheit der Tiere frühzeitig zu entdecken. "Meine Erfahrung mit Kindern zeigt, dass ihnen in der heutigen Zeit viele Eindrücke, Einblicke und Kenntnisse in der und von der Natur verloren gehen. Deshalb versuche ich die Sinne der Kinder für die heimische Natur zu schärfen", so Jameson vom Nabu, der bei der Untersuchung des Waldbaches einen Grasfrosch vorstellte. Am Ende der dreistündigen Aktion lauschten die Kinder den Geräuschen der Natur und den Vogelstimmen der Heimat. "Es ist für alle Beteiligten immer wieder ein schönes Erlebnis", so Marc Jameson am Ende.

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