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Italiens schönste Landschaft ist die „Schatzkammer Europas“

Die Natur als Meisterwerk: Toscana zum Verlieben

Als Gott die Toscana erschaffen hat, muss er gerade besonders gut gelaunt gewesen sein. Oder er hatte an diesem Tag ausreichend Zeit, um sich noch das eine oder andere nette Extra einfallen zu lassen. Das Ergebnis ist jedenfalls fantastisch: im Westen die Mittelmeerküste, im Osten felsige Berglandschaft, soweit das Auge reicht. Und dazwischen die sanftesten Hügel, das fruchtbarste Ackerland, dazu silbern glänzende Olivenhaine und sattgrün leuchtende Weinberge. Typisch Toscana, eben ganz wundervoll.

veröffentlicht am 30.05.2009 um 07:12 Uhr

Traumhaft: die Mittelmeerküste

Autor:

Burkhard Assmus

Weil das alles so gut gelungen war, gaben sich auch die Menschen besonders viel Mühe, erbauten inmitten dieses Paradieses Städte wie Florenz und Siena – Schmuckstücke der Architektur, wie geschaffen dafür, auch Jahrhunderte nach ihrem Entstehen von der ganzen Welt bewundert zu werden. In der Toscana gibt es nichts, was nicht eine Erzählung wert wäre: Jede Stadt bildet ein eigenes, kleines Universum, und jeder noch so entlegene Ort ist ein Kunstwerk. Jedem Reisenden schlägt das Herz höher, wenn er zum ersten Mal erblickt, wie sich die eindrucksvolle Kulisse der grünen Hügel in dem türkisblauen Wasser widerspiegelt.

Die Toscana hat alles, was man braucht

Die Natur ist das eigentliche Meisterwerk dieser Region im Herzen Italiens, die alles zu bieten hat, was man sich für einen Traumurlaub wünscht. Der Betrachter wird vom Anblick der verschiedenen Landschaften in ihren Bann gezogen. Natur pur ist garantiert – wenn man es denn möchte und seine Seele bedingungslos baumeln lassen kann. Aber die Toscana ist nicht nur als eines der schönsten Reiseziele der Welt bekannt, sondern auch für ihre vorbildliche Zielsetzung, die einmalig schöne und facettenreiche Landschaft in ihrer Ursprünglichkeit zu erhalten. Weitere herausragende Markenzeichen der Toscana sind neben den landschaftlichen Reizen und den berühmten Sehenswürdigkeiten das Geschick der Kunsthandwerker und die Produkte berühmter Manufakturen.

Wer mit dem Auto in der Toscana unterwegs ist, wird diese Region schnell lieben lernen: Nebenstraßen schlängeln sich idyllisch durch Olivenhaine, Weinberge und Zypressenalleen, die für Genussfahrer nicht besser geeignet sein könnten. Kurven und Serpentinen finden sich am laufenden Band, nicht nur in den Gebirgszügen des toskanischen Apennin. Ein Eldorado für alle, die sich genügend Zeit für diese Entdeckungsfahrt nehmen. Sehenswerte Städte wie Lucca, Volterra, Massa Marittima, Grosseto und San Gimignano, die Stadt der Türme, begeistern durch ihre Ausstrahlung. Beeindruckend ist auch San Galgano, das malerisch in der Nähe der Region Chiusdino liegt. Das ehemalige Zisterzienserkloster hatte im Mittelalter weitreichenden Einfluss und darf heute vielleicht den Titel der beeindruckendsten Ruine der Toscana tragen.

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Florenz, Siena, Livorno und Pisa, die berühmten Metropolen der Toscana, bieten mit ihrem Flair eine ganz besondere Urlaubsatmosphäre und außerdem ein reichliches Angebot an kulturellen Schätzen. Denn nicht umsonst wird die Toscana „Schatzkammer Europas“ genannt…

Und kulinarisch ist das hier eine Traumregion…

Freunde der kulinarischen Genüsse kommen bei ihrem Trip durch diese Region nicht zu kurz. Von erstklassigen Weinen über Pasta bis zu Meeresfrüchten in den Küstenstädten wird alles geboten, was den Gaumen verwöhnt. Und auch, wer nicht glauben möchte, dass Artischocken auf Feldern wachsen, wird hier eines Besseren belehrt…

Die Toscana ist schön, vielfältig und eine Reise wert. Ihre Menschen sind freundlich, sehr hilfsbereit und Urlaubern gegenüber durchaus aufgeschlossen. Doch die Toscana ist halt ein sehr begehrtes Reiseziel und deshalb überlaufen. Aber nur im Sommer. Wer die schönen Seiten der Toscana lieben lernen möchte, der ist also gut beraten, jetzt zu planen – aber erst ab September zu fahren. Oder im nächsten Frühjahr, wenn alles schön am Blühen ist und die Städte, Ausflugsziele und kleinen Dörfer noch nicht von Touristen überschwemmt werden. Dann kann man auch für einen Euro fast einen ganzen Tag lang in Pisa direkt in der Nähe des Schiefen Turmes parken, einen Ausflug nach Elba genießen, und wer möchte, darf vielleicht auch in der Trattoria eines mystischen Bergdorfes mit in das Heiligtum des Küchenchefs spazieren, um ihm beim Zubereiten über die Schulter zu schauen. Guten Appetit.

Kippt er oder nicht…? Der schiefe Turm von Pisa zählt ohne Zweifel zu den merkwürdigsten Sehenswürdigkeiten der Toscana.

Die Toscana hat viel zu bieten. Zahlreiche Städte mit historischem Kern laden zu Erkundungstouren ein. Noch mehr Spaß macht jedoch das Entdecken kleiner Dörfer und pittoresker Landschaften, die man auf verschlungenen Nebenwegen erreichen kann.

Fotos: asp

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