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Hintergrund

Die Nato - Militärbündnis im ständigen Wandel

Brüssel (dpa) - Die Nato wurde am 4. April 1949 in Washington in Reaktion auf die als bedrohlich wahrgenommene Politik der kommunistischen Sowjetunion gegründet.

veröffentlicht am 04.04.2019 um 08:15 Uhr
aktualisiert am 08.04.2019 um 06:10 Uhr

Jens Stoltenberg ist seit Oktober 2014 Generalsekretär der Nato. Foto: Ye Pingfan/Xinhua

Im Kalten Krieg sollte das Verteidigungsbündnis der östlichen Militärmacht ein abschreckendes Gegengewicht entgegensetzen und zu Frieden und Sicherheit beitragen.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion nahm die Allianz dann zeitweise die Rolle einer Art Weltpolizei ein. So griff sie unter anderem in die Konflikte in Bosnien-Herzegowina, im Kosovo und in Libyen ein.

Grundlage der Zusammenarbeit in der Nato ist der sogenannte Nordatlantikvertrag. In ihm gibt es unter anderem den bekannten Artikel 5, nach dem ein bewaffneter Angriff auf ein Nato-Mitglied als Angriff gegen alle Mitglieder gewertet wird. Er wurde bislang erst einmal nach den islamistischen Anschlägen gegen die USA vom 11. September 2001 aktiviert. Dies führte dazu, dass Deutschland und zahlreiche andere Nato-Staaten sich am Krieg gegen die Taliban und die Terrororganisation Al Kaida in Afghanistan beteiligten.

Gründungsmitglieder der Nato sind neben den USA und Kanada die europäischen Staaten Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Island, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen und Portugal. Es folgten 1952 Griechenland und die Türkei und dann im Jahr 1955 die Bundesrepublik Deutschland. Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der Auflösung des Warschauer Pakts traten zahlreiche Mittel- und osteuropäische Länder bei, so dass die Nato mittlerweile 29 Mitglieder zählt. Jüngstes von ihnen ist der Balkanstaat Montenegro. Spätestens im kommenden Jahr soll als 30. Mitglied Nordmazedonien aufgenommen werden.

Seit dem Beginn des Ukraine-Konflikts liegt der Schwerpunkt der Nato wieder auf Abschreckung und Verteidigung gegen Russland. Vor allem östliche Bündnispartner fühlen sich bedroht, seit Russland sich 2014 die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim einverleibte und mit der Unterstützung pro-russischer Separatisten in der Ukraine begann.



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