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9. und 10. Februar: Forstamt, Holzhändler und Hofläden in der Innenstadt

"Die Nachfrage ist wie irre": Rinteln macht Brennholz zum Markt-Thema

Rinteln (crs). Die veranstaltungsarme Zeit zu Jahresbeginn will die Stadt Rinteln beleben - mit einem brandaktuellen Thema: Am zweiten Februarwochenende feiert der "Rintelner Brennholzmarkt" auf dem Marktplatz Premiere, in Kombination mit dem Bauernmarkt. Das Thema trifft den Nerv der Verbraucher: Das Heizen mit Holz ist beliebter denn je.

veröffentlicht am 24.01.2008 um 00:00 Uhr

Eine "Brennholzbank" im Wald: "Die Nachfrage ist wie irre, wir k

"Die Nachfrage ist wie irre, wir kriegen das kaum gebacken." Von einem "massenhaften Ansturm" aufs Brennholz spricht Forstdirektor Christian Weigel. Sowohl Großkunden als auch kleine Privatverbraucher reißen sich ums Holz. "Wir können uns vor Anfragen nicht retten." Für das Forstamt ist das steigende Interesse nicht unproblematisch. Denn zugleich muss die Forst der Nachfrage aus der Industrie gerecht werden, etwa für die Spanplatten-Produktion. Weigel: "Wenn wir deutlich mehr Holz zum Verbrennen abgeben würden, hätte die Industrie ein massives Nachschubproblem - das würde Arbeitsplätze kosten. Viele Hölzer seien überdies zu schade zum Verbrennen. Hochwertiges Buchenstammholz etwa geht zum Tischler. Vor diesem Hintergrund ist die Meinung des Forstexperten zu verstehen, der sagt: "Ich werbe nicht für Brennholz." Der hohe Ölpreis sei Werbung genug. Im mittlerweile dritten Jahr handelt Karsten Franke von der Domäne Coverden mit "Schaumburger Brennholz". Bis nach Springe und in den Harz hat der Familienbetrieb seine Fühler ausgestreckt, um an Holz zu kommen. Nachfragen für die laufende Saison kann das kleine Unternehmen schon jetzt nicht mehr bedienen. "Es dreht sich alles schon um den nächsten Winter." Beim Rintelner Brennholzmarkt wird Karsten Franke ebenso dabei sein wie weitere Händler, das Forstamt mit Infostand und Holzschnitzkunst sowie der Fachhandel mit den notwendigen Maschinen. Die Hofläden Meier aus Engern, Mohrmann und Giese aus Exten sowie Tebbe-Möller aus Eisbergen ermöglichen zudem den kurzen Weg zum gesunden landwirtschaftlichen Produkt.

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