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Wie die „hameln group“ nach Investitionen die Umsatzmarke von 100 Millionen Euro erreichen will

Die Kurve der Marsmänner zeigt nach oben

Hameln (TT). Der Pharmahersteller „hameln group“ hat trotz eines Verlustes im Jahr 2008 das Wachstum der nächsten Jahre fest im Blick: Der Inhaber und Geschäftsführer Christoph Kerstein erklärte gestern angesichts der bereits bis 2011 ordentlich bis gut gefüllten Auftragsbücher: „Wir gehen stramm auf die 100 Millionen Euro Umsatz zu.“ Damit einhergehen sollen in den kommenden Jahren eine Verbesserung des Betriebsgewinns, eine Abschmelzung der Kredite sowie die Erhöhung der Eigenkapitalquote – und auch weitere Neueinstellungen schließt das Unternehmen mit derzeit 550 Mitarbeitern nicht aus.

veröffentlicht am 25.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Betriebsgewinn lag bei 1,88 Millionen Euro

Gert Diederich brachte es als Geschäftsführer der größten der drei Gruppentöchter, der auf die Herstellung von sterilen Arzneimitteln spezialisierten „hameln pharma“, auf den Punkt: „Wir haben mehr Kundenwünsche als wir liefern können. Und mit mehr Personal können wir immer mehr Umsatz generieren.“

Das Geschäftsjahr 2008 hat die „hameln group“ mit einem Verlust von 454 000 Euro abgeschlossen. Ursache sind die hohen Investitionskosten für die neue Sterilfabrik in Hameln – seit 2006 investierte die „hameln group“ 42 Millionen Euro. Im letzten Jahr schrieb die Gruppe den bislang größten Umsatz in ihrer Geschichte. Mit 59,8 Millionen Euro hat sich der Umsatz seit dem Jahr 2004 nahezu verdoppelt. Damals wurden die drei Gruppentöchter „auf ihre Aufgaben fokussiert“, das habe „eine große Dynamik ausgelöst“. Der betriebliche Gewinn vor Zinsen und Steuern lag 2008 bei 1,88 Millionen Euro, in den drei Jahren davor war er zum Teil deutlich höher. Als Bilanzgewinn weist die Unternehmensgruppe 7,28 Millionen Euro aus, allerdings unter dem Hinweis, dass „2008 ein Jahr der Sondereffekte war“. So schlägt der Gewinnvortrag der Vorjahre mit 8,35 Millionen Euro zu Buche. Diederich erwartet für 2009 „eine schwarze Null“.

Die im April 2008 eingeweihte Sterilfabrik der „hameln group“, die über 4800 Quadratmeter Reinraum verfügt, ist jüngst in New York ausgezeichnet worden: Der Auftragshersteller „hameln pharma“ hat den „Facility of the Year Award“ für beispielhaft moderne Managementtechniken und exzellente Qualität verliehen bekommen. Auf der Bilanz-Pressekonferenz gestern in Hameln waren sich Kerstein und die am Bau beteiligten Experten einig: Eine modernere Pharmafabrik gibt es derzeit nicht auf der Welt.

Mit der Sterilfabrik und den damit zusammenhängenden erheblichen Investitionen sei die Unternehmensgruppe in eine neue betriebswirtschaftliche Dimension vorgestoßen, erklärte Kerstein. Das „typische, deutsche, mittelständische Familienunternehmen“ beschäftige sich in der vierten Generation mit Gesundheit und Pharmazie. Die Wurzeln legte die Familie Kerstein 1890 mit der Übernahme der ältesten Apotheke Hamelns, der Raths-Apotheke. 1950 wurde die Pharmazeutische Fabrik Hameln gegründet und heute „arbeiten 550 Mitarbeiter in einem international tätigen Unternehmen auf internationalem Niveau“, wie Kerstein ausführte.

Moderne Werke verleihen Optimismus

Mit der Hamelner Sterilfabrik sowie einem modernen Forschungs- und Entwicklungsstandort im slowakischen Modra sieht Kerstein sein Unternehmen zukunftsfähig aufgestellt: „Auf der Basis dieser günstigen Ausgangssituation können wir den Herausforderungen des Gesundheitsmarktes absolut optimistisch begegnen“, sagte Kerstein.



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