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Erwerbslosenzahl im Weserbergland um zehn Prozent gestiegen / Jeder Fünfte ist jung

Die Krise hat den Arbeitsmarkt erreicht

Hameln (mafi). Das kalte Winterwetter und die abgekühlte Konjunktur haben im Januar auch im Weserbergland zu einem tiefen Einbruch auf dem Arbeitsmarkt geführt. Im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln ist die Zahl der Erwerbslosen binnen eines Monats um 10 Prozent auf 18 849 gestiegen; das waren aber immer noch 9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich gegenüber Dezember um 0,8 Punkte auf 9,3 Prozent; im Januar 2008 hatte sie bei 10,1 Prozent gelegen.

veröffentlicht am 29.01.2009 um 23:24 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

„Es haben sich im Januar sehr viel mehr Menschen nach einer Beschäftigung arbeitslos gemeldet“, stellt Agenturchefin Ursula Rose fest. Parallel sei der Trend ungebrochen, Kurzarbeit zur Beschäftigungssicherung zu nutzen. Das Angebot der gemeldeten offenen Stellen schrumpfte um fast ein Viertel auf 607 Plätze; das waren 17 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Bundesweit sind jetzt 3,489 Millionen Erwerbslose registriert – 387 000 mehr als im Dezember, aber 170 000 weniger als im Januar 2008. Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,9 Punkte auf 8,3 Prozent. Der lange Beschäftigungsaufbau ist nach Angaben der Experten beendet; es sei von einer steigenden Arbeitslosigkeit bis weit ins nächste Jahr hinein auszugehen. Dabei könnte Ende 2009 die Marke von vier Millionen Arbeitslosen wieder erreicht sein.

Der Hamelner Agenturleiterin Rose „liegt es am Herzen, dass Jugendliche jetzt nicht schwarz sehen, sondern optimistisch in die Berufswelt starten“. Das gelte sowohl für die betriebliche Ausbildung wie auch für ein Studium. Die Arbeitsagentur Hameln versuchte gestern, mit einem Hochschulinformationstag Jugendlichen Zukunftsimpulse zu geben. Deutlich gewachsen ist im Januar in der Region zwischen Holzminden, Springe und Stadthagen die Zahl der Erwerbslosen unter 25 Jahren: Hier gab es im Vergleich zum Vormonat ein Plus von 18,9 Prozent auf 1925. Eine Ursache sei das Ende vieler betrieblicher Ausbildungen mit der Winter-Abschlussprüfung im Januar.Seite 2, 15



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