weather-image
Chronologie

Die Krankenhaus-Mordserie von Niels H.

Oldenburg (dpa) - Nach und nach zeigt sich das ganze Ausmaß der Mordserie von Ex-Krankenpfleger Niels H. - eine Chronologie:

veröffentlicht am 09.11.2017 um 12:18 Uhr
aktualisiert am 13.11.2017 um 11:20 Uhr

Auch hier mordete Niels H.: Haupteingang des Klinikums Oldenburg. Foto: Ingo Wagner

1999-2002: Niels H. arbeitet im Klinikum Oldenburg.

2003-2005: Der Pfleger arbeitet auf der Intensivstation im Klinikum Delmenhorst.

Juni 2005: Eine Krankenschwester ertappt den Mann im Klinikum Delmenhorst, als er einem Patienten ein Mittel verabreichen will, das dieser gar nicht bekommen soll.

2006: Das Landgericht Oldenburg verurteilt Niels H. wegen versuchten Totschlags zu fünf Jahren Haft. Der Bundesgerichtshof kippt das Urteil.

Juni 2008: Im Revisionsprozess verurteilt das Landgericht Oldenburg den Mann zu siebeneinhalb Jahren Haft wegen Mordversuchs.

Januar 2014: Die Staatsanwaltschaft erhebt erneut Anklage gegen den Mann, der Prozess beginnt im September.

November 2014: Eine Sonderkommission der Polizei ermittelt. Sie geht inzwischen mehr als 200 Verdachtsfällen nach.

Januar 2015: Niels H. gesteht vor Gericht etwa 90 Taten. Bis zu 30 Patienten sollen gestorben sein.

Februar 2015: Das Landgericht Oldenburg verurteilt Niels H. wegen zweifachen Mordes, zweifachen Mordversuchs und gefährlicher Körperverletzung an Patienten in Delmenhorst zu lebenslanger Haft.

Juni 2016: Die Ermittler geben bekannt, dass Niels H. für weitere Todesfälle am Klinikum Delmenhorst verantwortlich ist. Niels H. habe gestanden, auch in Oldenburg Patienten getötet zu haben.

August 2017: Ermittler gehen im Fall von Niels H. mittlerweile von der größten Mordserie in der deutschen Nachkriegsgeschichte aus: Er habe mindestens 84 weitere Menschen auf dem Gewissen.

November 2017: Toxikologische Untersuchungen bestätigen, dass H. für rund 100 Todesopfer in Delmenhorst und Oldenburg verantwortlich ist.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare