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Ausgezeichnetes Engagement von Wilhelm Hölscher / Seit Jahrzehnten bewahrt er die Geschichte

Die Heimatstuben sind eine wahre Schatzkiste

Frenke (gm). Archäologen schätzen seine Sammlung ebenso wie die Leiter namhafter Museen. 1998 gründete Wilhelm Hölscher die „Frenker Heimatstuben“, die er auf seinem Grundstück und in seinen Räumlichkeiten auf mittlerweile etwa 400 Quadratmeter Ausstellungsfläche ohne öffentliche Zuschüsse erweitert hat. Die Besucher finden dort eine wahre Schatztruhe.

veröffentlicht am 14.12.2009 um 11:22 Uhr
aktualisiert am 14.12.2009 um 14:20 Uhr

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Frenke (gm). Archäologen schätzen seine Sammlung ebenso wie die Leiter namhafter Museen. 1998 gründete Wilhelm Hölscher die „Frenker Heimatstuben“, die er auf seinem Grundstück und in seinen Räumlichkeiten auf mittlerweile etwa 400 Quadratmeter Ausstellungsfläche ohne öffentliche Zuschüsse erweitert hat. Die Besucher finden dort eine wahre Schatztruhe. In jahrzehntelanger Arbeit hat der heute 77- Jährige Stall und Scheune seines Hofes zu einem Dorfmuseum mit heimatkundlichen Raritäten umfunktioniert und verfügt darüber hinaus über ein beachtliches Archiv von alten Heimatzeitungen, Kalendern, Jahrgangs- und Schulbüchern. „Das alleine belegt schon, wie breit die Palette Ihrer heimatkundlichen Schätze ist“, lobte Landrat Rüdiger Butte, der sich bei seinem Rundgang durch die „Frenker Heimatstuben“ von der Sammel- und Restaurierungsleidenschaft sowie dem heimatlichen Engagement des Geehrten persönlich überzeugen konnte. „Wir brauchen Menschen wie Sie, die sich für das Gemeinwohl stark machen“, sagte der Landrat anerkennend, als er Wilhelm Hölscher mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland auszeichnete.

Der im März 1932 in Frenke geborene Landwirt Wilhelm Hölscher ist durch seine langjährige historische Sammlertätigkeit weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. „Das, was Sie für uns und unsere Nachkommen ehrenamtlich geleistet haben, ist und bleibt unbezahlbar“, unterstrich der Landrat. Bürgermeister Andreas Grossmann betonte, dass Wilhelm Hölscher diese Ehrung als angemessene Würdigung seines Lebenswerkes zuteil komme. „Sie waren mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement Vorbild für Generationen und werden Vorbild für weitere Generationen bleiben“, verdeutlichte er. Der Bürgermeister würdigte aber auch die langjährige Tätigkeit von Wilhelm Hölscher als Ratsmitglied der damals noch eigenständigen Gemeinde Frenke, seinen über 25-jährigen Vorsitz in der Teilungs- und Verkoppelungsinteressengemeinschaft Frenke sowie sein ebenso langes Engagement als Kirchenvorsteher der Frenker „St.-Johannis-Gemeinde“.

„Nicht nur in diesen Bereichen, auch in zahlreichen anderen Ehrenämtern, ja sogar als Jugendschöffe waren Sie aktiv und haben sich dabei für Frenke, für Emmerthal und unser Weserbergland immer vorzüglich um die Geschicke Ihrer Heimat engagiert“, sagte er. Wilhelm Hölscher war es auch, der anlässlich der Frenker 950-Jahr-Feier im Jahr 2000 die Chronik des Ortes verfasste hat.

Selbst an seinem Ehrentag verließ der eben noch ausgezeichnete Heimatforscher das mit zahlreichen Gratulanten besuchte Foyer seines Hauses, weil ihm ein Rundgang mit Bürgermeister Andreas Grossmann und Landrat Rüdiger Butte durch seine Frenker Heimatstuben wichtiger erschien als die Glückwünsche von Freunden und Bekannten. „So kenne ich unseren Vater“, schmunzelte der älteste der drei erwachsenen Kinder, Cord Hölscher. Gemeinsam mit Sohn Martin ist damit die nächste Generation auf den Spuren von Wilhelm Hölscher aktiv, um das kulturelle Erbe zu erhalten.

Kaum hatte Wilhelm Hölscher (rechts) den Verdienstorden erhalten, führte er Landrat Rüdiger Butte und Bürgermeister Andreas Grossmann (links) durch seine Heimatstuben.

Foto: gm



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