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Auch Luhdener Ortsverein sieht keinen Druck / Kai Alack als Chef bestätigt / Ein dickes Lob für Bernd Schönemann

Die Heeßer Genossen wollen selbstständig bleiben

Heeßen (sig). Ein Selbstläufer wird das mit dem geplanten Aufgehen der Ortsvereine im SPD-Samtgemeindeverband nicht. Das zeigte die jüngste Jahresversammlung der Sozialdemokraten im "Heeßer Krug". Unter der Führung von Kai Alack konnte dort wieder ein aktiver und unternehmungsfreudiger Vorstand gebildet werden, der kein Zeichen zur Selbstaufgabe erkennen ließ.

veröffentlicht am 06.03.2007 um 00:00 Uhr

Doppelter Abschied: Johanna Möhlmann (l.) als Schatzmeisterin un

"Bis jetzt läuft das hier noch alles, und deshalb sehen wir auch noch keinen Handlungsbedarf für einen solchen Schritt", erklärte Gerhard Möhlmann, Mitglied im Heeßer Gemeinderat. Er drückte damit offensichtlich auch die Meinung der Anwesenden aus, die Zustimmung zur weiteren Selbständigkeit signalisierten. Der Vorsitzende der Luhdener SPD, Heiner Hoppe, kündigte an, dass er dieses Thema auch bei seiner anstehenden Jahresversammlung behandeln werde. "Aber das Ergebnis ist offen; wir stehen nicht unter Druck", ließ er verlauten. Er bekannte sich weiterhin zu einer Zusammenarbeit mit Heeßen, ohne damit aber die Notwendigkeit einer Fusion zu begründen. Das Bad Eilser Vorstandsmitglied Wilma Kolbe hingegen glaubt, dass ihr Ortsverband letztlich dem Beispiel von Ahnsen folgen werde. Darüber werde jedoch endgültig erst in einer Sondersitzung entschieden. Eine größere Gemeinschaft tue sich damit leichter, in den Gemeinden politische Arbeit zu leisten, lautete ihre Begründung. Kai Alack gab sich in seinem Jahresrückblick kämpferisch: "Wir wissen, dass Heeßen ein schwarzer Fleck ist, aber wir haben bei den letzten Kommunalwahlen fünf Prozent dazu gewonnen und geben deshalb nicht auf; vielleicht schaffen wir beim nächsten Mal den wichtigen fünften Sitz im Gemeinderat." Bei aller Wertschätzung für den bei der Samtgemeindewahl unterlegenen SPD-Kandidaten Oliver Keller hielt Alack nicht mit Lob für Bernd Schönemann zurück. Sein Urteil: "Die Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister der Samtgemeinde ist fachlich und menschlich einwandfrei." Der Heeßer SPD-Chef gab Informationen zum geplanten Erweiterungsbau für den Kindergarten. Auch wenn es dadurch zu einer erheblichen finanziellen Belastung der Finanzen komme, sei es erfreulich, dass es - im Gegensatz zum allgemeinen Trend - in Eilsen mehr Kinder als Kindergartenplätze gebe. Alack kündigte an, dass die Heeßer SPD am Himmelfahrtstag auf beiden neuen Boulebahnen ein Familienturnier ausrichten will. Daran sollen auch Teams und Vereine aus Nachbarorten teilnehmen können. Anmeldungen werden ab sofort unter (0 57 22) 981 300 entgegengenommen. Am 1. September will die SPD auf dem Schützenplatz zudem ein Sommerfest mit Grillparty und Kaffeetrinken ausrichten. Gerhard Möhlmann berichtete über die Arbeit des Gemeinderates. Positiv bewertete er die endgültige Fertigstellung der Straße "Im Wiesengrund". Im Gegensatz dazu forderte er, dass beim Projekt "Dorfanger" mehr geschehen müsse. Das Vorhandensein von zwei Boulebahnen allein reiche nicht. Dass der Heeßer Ortsverein finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, besonders nach den Wahlausgaben, zeigte der Bericht der scheidenden Schatzmeisterin Johanna Möhlmann. Die Ratsmitglieder stärken die Kasse mit zusätzlichen Abgaben. Der Vorstand bedankte sich bei Johanna Möhlmann und bei Helga Voigt, die 15 Jahre dem Gemeinderat angehörte, mit Blumen und Präsenten. Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Kai Alack, Stellvertreter Michael Sobbe, Schatzmeister Klaus Ernst, Schriftführer Harald Bokeloh, Beisitzerinnen Johanna Möhlmann und Gisela Sobbe. Alle Entscheidungen der Genossen fielen einstimmig aus, auch die Zustimmung zur Kandidatur von Heiner Bartling für den verbliebenen Wahlkreis Schaumburg bei den kommenden Landtagswahlen. Die Heeßer unterstützen zudem die Bewerbung von Wilma Kolbe und Kai Alack für den Unterbezirksvorstand.

Kai Alack
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