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Grüne/WIR: Zustimmung zur Gesamtschule am Ochsenbruch

"Die Hauptschule ist am Ende"

Obernkirchen (rnk). Die Hauptschule ist mit Ausnahme weniger einzelner Schulen am Ende, heißt es in einer Presseerklärung der Stadtrats-Gruppe Grüne/WIR. Sie habe sich zu einem Schulort entwickelt, an dem Klassen entstanden sind, die sich überwiegend aus Kindern mit Lern- und Verhaltensschwierigkeiten zusammensetzen, die wenig Lernfortschritte machen, in denen Drangsal, Disziplinlosigkeit und Gewalt nicht unbedingt die Ausnahme sind.

veröffentlicht am 09.11.2007 um 00:00 Uhr

Kaum noch Eltern wollten ihre Kinder dorthin schicken. Daher begrüße die Gruppe den Antrag auf Einrichtung einer Gesamtschule im Schulzentrum Ochsenbruch sowie die von Kultusminister Busemann geäußerte Absicht, das Neuerrichtungsverbot für Gesamtschulen zu lockern. Zwar zeigten Untersuchungen der Vergangenheit, dass die Schulform allein nicht ausschließlich über ein qualitativ gutes Bildungsangebot entscheidet, doch sei die Gesamtschule durch ihr offenes und durchlässiges Bildungsangebot eher dazu in der Lage, für alle Kinder angemessene und gleiche Bildungschancen bereit zu stellen als das herkömmlich gegliederte Schulsystem. Einer Demokratie, die davon lebt, dass mündige Bürger Verantwortung für sich und das Gemeinwohl übernehmen, könne es nicht egal sein, "dass unser Land jedes Jahr intellektuell und sozial einen Teil seiner jungen Generation verliert und ohne Schulabschluss entlässt", verweist die Gruppe auf die Berliner Rede von Bundespräsident Horst Köhler letztes Jahr. Unterschiedlich begabten Kindern mit unterschiedlicher sozialer Herkunft die Chance zu geben, sich durch Bildung zu entwickeln und mehr aus ihrem Leben zu machen, sei die aktuelle bildungspolitische Aufgabe der Gesellschaft. Grüne/WIR würden sich daher für ein Schulsystemeinsetzen, das nicht nach der 4. Klasse aussortiere, sondern in dem bis zur 9. Klasse gemeinsam gelernt werde, "so dass schlummernde Talente sich entfalten könnten, Schüler individuell gefördert würden, Bücherliebhaber und Bastler länger voneinander lernen könnten und alle Kinder erfahren würden, dass sie gleich viel wert sind", heißt es in der Erklärung.



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