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Der Mai war ein Supermonat - das Frühjahr überdurchschnittlich warm

Die große Trockenheit hält an

Landkreis. Nach vorübergehender Abkühlung und einigen Schauern geht es zum Wochenende mit den Temperaturen schon wieder bergauf. Dabei verziehen sich die Wolken mehr und mehr und die Sonne sowie der lebhafte Ostwind, trockenen das Schaumburger Land weiter aus. Hintergrund der seit Ende April anhaltenden extremen Trockenheit, ist der stabil hohe Luftdruck über Nordeuropa, der den Regentiefs vom Atlantik den Weg nach Osten versperrt.

veröffentlicht am 05.06.2008 um 00:00 Uhr

Christian Wattenberg löscht den Durst der Stockrosen in seinem E

Autor:

Reinhard Zakrzewski

Der Wonnemonat Mai präsentierte sich in Höchstform. Konnte man den üppigen Sonnenschein noch als gerechten Ausgleich für das düstere Winterhalbjahr empfinden, war die anhaltende Trockenheit für die Land- und Forstwirtschaft eindeutig zu viel des Guten. Vielfach kam nur die Hälfte der üblichen Regenmenge zusammen (Bückeburg 34 Liter/qm = 55 Prozent). Dazu schien die Sonne im Schaumburger Land mit 286 Stunden (150 Prozent) so lange wie kaum jemals zuvor in einem Mai. Weniger auffällig verhielten sich die Temperaturen, die mit durchschnittlich 14,9 Grad immerhin um 2,2 Grad über dem 30-jährigen Klimamittel (1961-1990) lagen. Dass das Wärmeplus nicht noch höher ausfiel, lag an den zahlreichen kühlen Nächten, die durch den zahmen Streifzug der Eisheiligen nur örtlich geringen Bodenfrost brachten. Das Monatsminimum wurde in Bückeburg am 3. Mai mit plus 0,7 Grad, am Boden -1,0 Grad, erreicht. Vier Sommertage (normal zwei) mit 25 Grad und mehr verzeichnete die Region. Bückeburg meldete am 30. Mai als höchste Monatstemperatur 27,8 Grad. Das meteorologische Frühjahr zeigte sich zweigeteilt: anhaltender Tiefdruckeinfluss mit Regen, Schnee und winterlichen Temperaturen bis ins letzte Aprildrittel hinein, hoher Luftdruck mit viel Wärme, Sonne und Trockenheit danach. Im Vergleich zum Klimamittel war der Frühling in unserer Region um 1,1 Grad zu warm und rund zehn Prozent zu trocken (Bückeburg 149 Liter/qm = neun Prozent). Durch den blitzsauberen Mai gab es bei der Sonne mit 505 Stunden sogar noch ein Plus von 18 Prozent. Das Wetter im Juni ist in der Regel dreigeteilt: Auf Sonne und Wärme im ersten Monatsdrittel, folgt der letzte große Kälterückfall des Jahres, die "Schafskälte". Typisch für diese sogenannte Singularität (Witterungsregelfall) ist wechselhaftes und sehr kühles Wetter, das seinen Höhepunkt um den 15. Juni erreicht. Danach steht wieder eine sommerliche Phase an, die zum wohlbekannten Siebenschläferzeitraum (27. Juni bis 10. Juli) überleitet. Ob die Schafskälte, die mit einer Trefferquote von 80 Prozent zu den zuverlässigsten Singularitäten überhaupt zählt, nach zwei Jahren Pause nun wieder greift, bleibt abzuwarten. Trotzdem der Rat an alle Urlaubswilligen: Finger weg vom Zeitraum 10. bis 20. Juni.



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