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Shanty-Chor versteht sich als Botschafter aller Bisperoder / Hilfsbereitschaft der Feuerwehr besteht seit 135 Jahren

Die große Sause in Bisperode ging über fünf Tage

Bisperode (gro). Vor 25 Jahren ging er aus dem MGV Bisperode hervor, der Shanty-Chor Bisperode. Er feierte nun sein Jubiläum mit 40 Aktiven, vielen Gästen und Freunden. Ausdrücklich betonte der Vorsitzende Manfred Sohns auf dem Festkommers, dass sich im Dorf viel geändert habe, was auch zeige, dass das Jubiläum mit der Feuerwehr und dem TSV, die ebenfalls Jubiläen feierten, begangen werde.

veröffentlicht am 09.06.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 18:21 Uhr

Bisperode (gro). Vor 25 Jahren ging er aus dem MGV Bisperode hervor, der Shanty-Chor Bisperode. Er feierte nun sein Jubiläum mit 40 Aktiven, vielen Gästen und Freunden. Ausdrücklich betonte der Vorsitzende Manfred Sohns auf dem Festkommers, dass sich im Dorf viel geändert habe, was auch zeige, dass das Jubiläum mit der Feuerwehr und dem TSV, die ebenfalls Jubiläen feierten, begangen werde. „Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam können wir etwas bewegen, nur gemeinsam können wir solche Feste wie dieses auf die Beine stellen und hier auf dem Gutshof feiern, denn nur gemeinsam sind wir Bisperode.“ Fernseh-, Radio- und Chorauftritte habe der Chor schon viele gehabt, „und wenn sie meinen Worten aufmerksam zugehört haben, dann haben sie erkannt, das wir es sind, die den Namen Bisperode über unsere Kreisgrenzen hinaus in die weite Welt tragen“, stellte der Vorsitzende selbstbewusst fest. Das bestätigte auch die Vertreterin des Chorbezirks Hameln-Pyrmont, Cornelia Valentin. „Ob in Spanien, in Bremer-, Cux- und Wilhelmshaven, beim Tag der Niedersachsen, im ZDF oder NDR, ihr seid überall zu Haus. Wo ihr auftretet gibt‘s nur eins: gute Laune, tolle Stimmung, maritimes Flair, wie es an der Küste nicht besser sein kann, tosenden Applaus und viele Zugaben. Wir sind froh und stolz, dass ihr euch im Chorbezirk Hameln-Pyrmont engagiert.“

Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka lobte den Chor als wichtigen Bestandteil des Ortes, der gestaltend am gesellschaftlichen Leben in Bisperode mitwirke, sich kulturell und sozial einbringe. Immer sei der Chor eingebunden in das heimatliche Geschehen, in das Fühlen und Denken der Menschen.

Bejubelt wurde der Chor für seinen Auftritt und die Präsentation seines „Liederschatzes“ in der Festscheune im Rahmen des Abends „Aus dem Dorf für die Jubilare“. Den moderierte übrigens für alle drei Jubiläumsvereine Manfred Sohns zur Freude der vielen Gäste gekonnt mit Witz und kleinen Anekdoten.

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Mutig und entschlossen tauchten die „Duscher“ ihre Köpfe in die Eimer, das Wasser der Feuerwehr spritzte. Fotos: gro

Schon früh kündigte Moderator Manfred Sohns auf dem Abend „Aus dem Dorf für die Jubilare“ die 2. Gruppe der Feuerwehr als einen besonderen Höhepunkt an. Es war nicht der „Eine“, es war „Der“ Höhepunkt, der die Festscheune fast zum Schwanken brachte. Da traten „Lena“ und „Ötzi“ auf, „Hänsel und Gretel“ und brachten den Saal mit ihren Liedern „zum Kochen“. Das Publikum sprang auf und machte begeistert mit beim „Die Hände zum Himmel“. Da wurde während der Liedbeiträge ein kleines Feuerwerk auf der Bühne abgebrannt, Goldflitter rieselte auf das Publikum nieder und als Höhepunkt der Show ein „öffentliches Duschen“ vorgeführt. Mutig und entschlossen tauchten dabei die leicht bekleideten „Probanden“ ihre Köpfe in die mit Wasser gefüllten Eimer, so dass dieses bis in die ersten Zuschauerreihen spritzte, holten das Duschgel hervor und wuschen sich die Köpfe.

Geblieben sei in den 135 Jahren des Bestehens der Feuerwehr das Zusammenspiel von Idealismus und Einsatzwillen, Ausbildung und Hilfsbereitschaft der Wehrführung und nicht zuletzt die Kameradschaft in der Mannschaft, lobte Bürgermeister Peschka. „Die Motivation zur Bereitschaft, den Feuerwehrdienst zu leisten, ist Gemeinsinn, Mut, Selbstdisziplin und Begeisterungsfähigkeit. Diese prägen ihn, wie er auch die Menschen formt, die sich ihm verschrieben haben, beginnend mit der Jugendfeuerwehr über die Aktiven bis zur Altersabteilung.“ Dafür und die stete Bereitschaft zum Einsatz für andere danke er, so Peschka und wünsche allen eine gesunde Heimkehr nach den Einsätzen. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Frank Müller bezeichnete die Feuerwehr Bisperode als Glücksfall und unverzichtbaren Teil der dortigen Dorfgemeinschaft. Selbstlos würden sich die Aktiven ehrenamtlich für Menschen einsetzen. Diese Tugend gelte es zu erhalten und fortzuführen.

Gemeindebrandmeister Walter Schnüll lobte ebenfalls die Arbeit des Jubilar und schloss seine Grußworte mit dem Satz: „Zusätzlich trägt der Musikzug Bisperode zum positiven Bild in der Öffentlichkeit bei.“ Ortsbrandmeister Rüdiger Schellberg dankte für die Glückwünsche vieler Gäste und beförderte dann Thorsten Wendt zum 1. Hauptfeuerwehrmann.



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