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Festakt 35 Jahre Hubschraubermuseum / Zur Finanzierung des Erweiterungsbaus fehlen 1,2 Millionen

Die ganzen Hoffnungen ruhen jetzt auf der EU

Bückeburg (rc). "In den Strukturfördermitteln der EU besteht unsere ganze Hoffnung. Wenn sie nicht fließen, wird es keine Erweiterung des Hubschraubermuseums geben. Dann müssen wir nachdenken, wie wir in den vorhandenen Gebäuden das Museum nach modernen museumspädagogischen Gesichtspunkten umgestalten und für die Zukunft fitmachen." Das sagte der Vorsitzende des Hubschrauberzentrums des Trägervereins des Museums, Oberst a. D. Wolfgang Raschke, auf einem Festakt am Donnerstagabend im Hubschraubermuseum, wo mit 140 geladenen Gästen, darunter alle Generäle der Heeresflieger, das 35-jährige Bestehen des Museums gefeiert wurde.

veröffentlicht am 11.11.2006 um 00:00 Uhr

35 Jahre Hubschraubermuseum Bückeburg: Wenn die EU-Mittel fließe

Wie Raschke weiter sagte, sind für den Schürmann-Erweiterungsbau sowie die konzeptionelle Umgestaltung 2,5 Millionen "als Minimum" kalkuliert. Die Geldsammelaktion in der Industrie, bei diverser Stiftungen und den Kommunen wie Landkreis und Stadt brachte bisher 1,2 Millionen Euro. "Eine Summe, auf die wir stolz sein können", so Raschke, "aber sie sind nur der halbe Weg". Aufgebracht werden müssen noch weitere 1,343 Millionen Euro, um die Finanzierung zu sichern. Während 134 000 Euro noch durch weitere Spenden und Eigenmittel des Museums gedeckt werden können, ruhen die ganzen Hoffnungen für die verbliebenen 1,2 Millionen Euro auf der EU. Wie Raschke sagte, hätten Gespräche mit dem zuständigen niedersächsischen Ministerium ergeben, dass das Museum die Fördervoraussetzungen erfülle. "Das ist nicht die Hemmschwelle, sondern ob überhaupt genügend Mittel zur Verfügung stehen - wovon ich aber ausgehe." Da Entscheidungen über die Geldvergabe erst Mitte 2007 fallen werden, könne der erste Spatenstich frühestens Ende 2007 erfolgen. Bei zweijährigen Bauzeit und pädagogischer Umgestaltung gehe er von einem Fertigstellungstermin von Anfang bis Mitte 2010 aus, sagte Raschke. Er rechne in den kommenden Monaten mit positiven Schritten, sagte der verhinderte Präsident des Hubschraubermuseums, der Chef der Eurocopter-Gruppe, Dr. Lutz Bertling, dessen Grußwort während des Festaktes verlesen wurde: "Nur durch eine Erweiterung ist die Zukunft des Museums langfristig zu sichern." Unterstützung sagten ebenfalls Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier und Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach in ihren Grußworten zu. Brombach: "Das Museum ist einer der Mittelpunkte der Stadt. Wir haben uns von Anfang an mit dem Museum identifiziert, dem einzigen seiner Art in Europa." Schöttelndreier: "Bückeburg ist als Stadt der Hubschrauber ein Gewinn für die gesamte Region, die Bundeswehr ein wesentlicher Dienstleister, Arbeitgeber, Kultur- und Ausbildungsträger." Zu Beginn des Festaktes hatte Raschke an die Anfänge des Museums erinnert. 1963 gab der damalige General der Heeresflieger, Hans Drebing, den Befehl zum Aufbau des Museums, zunächst als Lehrsammlung der Heeresflieger. Mit dem ihm eigenen Eifer und einer gehörigen Portion Sturheit machte sich vor allem Hauptfeldwebel Werner Noltemeyer an die Umsetzung des Befehls. Als die Stadt den alten Burgmannshof beisteuerte, konnte schließlich 1971 Eröffnung gefeiert werden. Im Mai 1980 kam der Erweiterungsbau dazu, 1992 die Sanierung des Altgebäudes mit Millionenmitteln aus der Städtebauförderung. Raschke: "Was hier geleistet wurde, stellt sich heute als einzigartige Ausstellung von Exponaten und als ein einzigartiges Archiv über die Hubschrauberentwicklung dar."

Für seine Verdienste und unermüdlichen Einsatz für das Museum wi
  • Für seine Verdienste und unermüdlichen Einsatz für das Museum wird General a.D. Hans Drebing (v.l.) vom Trägervereins-Chef Wolfgang Raschke mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet.

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