weather-image
15°
Schau an der Bahnhofstraße letztmalig vom 3. bis 7. November / Besonderes Exponat: Das älteste Sparbuch der Welt

Die Friedrich-Witte-Ausstellung schließt ihre Pforten

Bad Eilsen (tw). Die Ausstellung anlässlich des 150. Todesjahres von Friedrich Witte, dem Gründer der "Eilser Sparlade" (wir berichteten), wird letztmalig von Samstag, 3. November, bis Mittwoch, 7. November, jeweils von 15 bis 18 Uhr in seinem alten Fachwerkhaus an der Bahnhofstraße 14 in Bad Eilsen gezeigt. Der Eintritt ist frei!

veröffentlicht am 25.10.2007 um 00:00 Uhr

"Sparpionier" Friedrich Witte

Friedrich Witte ist der Gründer des ältesten genossenschaftlich organisierten Geldinstitutes der Welt. Die von ihm ausgegebenen Kleinkredite waren erfolgreiches Selbsthilfeprogramm gegen die große Armut. Als in diesem Jahr der Nobelpreis für ein ähnliches Projekt in Indien verliehen wurde, bedeutete das weltweit auch neue Aufmerksamkeit für den Bad Eilser Friedrich Witte. Die von Dr. Ulrich Pfingsten, Botenläufer und Kulturreferent der Stadt Wittenberg mit Zweitwohnsitz in Bad Eilsen konzipierte Ausstellung will die Besucher über Wittes Leben, seine Zeit und sein Wirken informieren. Die meisten der zahlreichen Exponate werden erstmalsöffentlich gezeigt, so zum Beispiel seltene Bekleidungsstücke oder das älteste Sparbuch der Welt, das vom 1. Januar 1817 bis zum 31. Dezember 1900 Gültigkeit hatte. Die - ersten - Sparer kamen zu Wittes Zeit nicht nur aus dem erst wenige Einwohner zählenden Badeort, sondern auch aus Steinbergen, Buchholz, Bückeburg, Achum, Meinsen, Vehlen und Niedernwöhren. Eine Kundenkladde enthält bekannte Namen wie: Rinne, Dreves, Möhlmann, Waltemate, Prasuhn, Schewe, Wilkening, Lahmann, Kastning und Mühlmeister. Die für sechs Monate im Kurort aufgebaute Schau war am 1. Mai im Zuge der Ankunft der "Wittenberger Botenläufer" eröffnet worden. Aus Wittenberg kommend, hatten Pfingsten und seine Begleiter bis zur "Ziellinie" an der Bad Eilser Bahnhofstraße in fünf Tagesetappen am Ende 460 Kilometer zurückgelegt. Die im Kurpark gepflanzte "Luther-Eiche" wird noch in vielen Jahrzehnten an das Spektakel erinnern.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare