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Wer baut, saniert und somit investiert braucht Geld und einen Plan – und bekommt eventuell staatliche Fördermittel

Die Finanzierung immer im Blick

veröffentlicht am 22.06.2013 um 00:00 Uhr

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Die Finanzplanung für die eigenen vier Wände sollte langfristig und solide sein. Egal ob gekauft oder gebaut wird, egal ob es das Haus im Grünen oder die Wohnung in der Stadt werden soll: Alle Eventualitäten müssen einkalkuliert und das monatliche Auskommen darf nicht zu eng bemessen sein.

Für die solide Planung ist es nötig, die persönliche Situation umfassend und unvoreingenommen zu beleuchten. Ausreichend Eigenkapital ist ein wesentlicher Baustein, um ein sicheres Fundament für die privat genutzte Immobilie schaffen zu können. „20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten lautet die Faustregel für den Eigenkapitalanteil“, so Gerd Hufnagel, Immobilienfinanzierungsexperte der HypoVereinsbank. Und ein solider Eigenkapitalanteil wirkt sich vorteilhaft auf die Laufzeit der Finanzierung aus. Auch wer sich mit Umbau- oder Modernisierungsplänen beschäftigt, braucht einen soliden Finanzplan.

Für alle Haus- oder Wohnungsbesitzer und solche, die es werden wollen, lohnt zusätzlich auch der Blick auf mögliche Förderprogramme, die die Finanzierung unterstützen können. Vorausschauend informieren und handeln ist auch hier von Bedeutung. „Denn die Förderprogramme müssen rechtzeitig, vor Kaufabschluss oder Beginn der baulichen Maßnahmen, beantragt werden“, erläutert der Immobilienfinanzierungsexperte. „Zwar werden herkömmliche Modernisierungsmaßnahmen seit 2012 nicht mehr durch die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert, doch Maßnahmen zum altersgerechten Umbau oder zur Verbesserung der Energieeffizienz werden weiterhin mit entsprechenden Fördermitteln unterstützt.“ Mit dem „Energieeffizient Bauen“-Programm unterstützt die KfW zum Beispiel den Bau oder Erwerb von KfW-Effizienzhäusern 70, 55, 40 beziehungsweise vergleichbaren Passivhäusern. Auch Baumaßnahmen, die vorausschauend ein altersgerechtes Wohnen zum Ziel haben, können über die KfW mit zinsgünstigen Krediten ab 1 Prozent effektiv pro Jahr gefördert werden. Ein zusätzliches Plus: Wenn der Vermieter zustimmt, können auch Mieter diese Fördermittel für einen Umbau beantragen.

Sanierer werden ebenfalls von der KfW angesprochen. Wer zum Beispiel den Energieverbrauch seines Eigenheims senken möchte und fachliche Expertise dafür sucht, kann sich über das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung“ informieren. Das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“, setzt auf erneuerbare Energien. Eine Bedingung dabei ist, dass die auszutauschende Heizanlage vor dem Jahr 2009 eingebaut wurde.

Wer also vorhat, in die eigenen vier Wände zu investieren, sei es zu bauen, zu kaufen, instandzuhalten oder vorsorglich energetisch oder altersgerecht umzubauen, sollte sich umfassend informieren. „Für die KfW-Programme gilt, dass Interessenten den Antrag meist über ihre Hausbank stellen müssen“, so der Immobilienfinanzierungsexperte der HVB. „Gut beraten ist, wer sich rechtzeitig mit der Finanzierung einer Immobilie auseinandersetzt.“



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