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Mit mehr als einjähriger Verzögerung sind die ersten Flugscheine an NH 90-Pilotenübergeben worden

Die ersten vier Fluglehrer haben es geschafft

Bückeburg (rc). Mit einem Jahr, einem Monat und einer Woche Verzögerung sind an der Heeresfliegerwaffenschule die ersten Sc heine für die ersten vier Fluglehrer und vier Bordmechaniker auf dem neuen Transporthubschrauber NH 90 vergeben worden. Während eines feierlichen Appells bezeichnete der General der Heeresflieger, Brigadegeneral Richard Bolz, die Verzögerung als "schmerzlichen Zeitverlust", der aufgeholt werden müsse, um die Einsatzfähigkeit der ersten NH-90-Staffeln zu gewährleisten. Bis eine einsatzfähige Staffel im Verband mit der CH-53 geflogen werden kann, werden weitere eineinhalb Jahre gebraucht.

veröffentlicht am 01.03.2008 um 00:00 Uhr

Gestern Morgen ist es endlich soweit: Mehr als ein Jahr haben vi

Insgesamt hinkt die Einführung des neuen Transporthubschraubers dem ursprünglichen Zeitplan um mehr als drei Jahre hinterher. Zu den Lieferschwierigkeiten zu Beginn gesellten sich später erhebliche Probleme mit der Bordelektronik. Statt "geballter sechs Wochen Ausbildung" musste der NH 90 seit Januar 2007 knapp acht Monate am Boden bleiben. Gerade einmal 101,3 Flugstunden konnten im vergangenen Jahr absolviert werde. Jeder der vier Fluglehrer - Markus Zahorka, Stephan Eckert, Heiko Bühren und Bernd Schlarb - hat die erforderliche Flugstundenzahl zur Scheinvergabe erst im Jahr 2008 erreicht. Um auf die erforderlichen 100 Stunden zu kommen, müssen "die Männer der ersten Stunde", so der General, die nächsten Schritte selbstständig tun: "Auf ihnen lastet ein enormer Druck. Wir haben sie daher mit Bedacht ausgewählt, mein Vertrauen haben sie." Bis Ende des Jahres sollen 20 weitere Fluglehrer ausgebildet werden. Die Simulatoren für die Ausbildung sollen im August in Betrieb gehen. "Auch wenn wir auch dort Kompromisse eingehen müssen", sagte der General. Die Ausbildungsarchitektur der Waffenschule werde immer konkreter: "Wir planen nicht nur,wir verwirklichen auch." Parallel wird derzeit auch die Technik auf- und ausgebaut. 17 Techniker sind ausgebildet, die notwendigen Fachexpertisen nahezu fertig. Auch hier muss ein enger Zeitplan eingehalten werden, um die Einsatzfähigkeit zu erreichen. Die deutschen Anstrengungen werden vom Ausland mit großem Interesse verfolgt, wie der General weiter sagte. Insgesamt 14 Nationen, die den NH 90 ebenfalls beschaffen, überlegen, ob sie ihre Piloten in Bückeburg ausbilden lassen. Mehrere Verhandlungen sind bereits bis zur Unterschriftsreife gediehen.



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