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Fard-Brüder hoffen auf ein Verfahren und darauf, „dass dann endlich Licht ins Dunkel gebracht wird“

Die ersten Handwerker-Anzeigen sind beim Staatsanwalt

Hameln (HW). Die sich von den Brüdern Ali und Akbar Memari Fard durch die Cemag-Insolvenz betrogen fühlenden Handwerker haben ihre Ankündigung in die Tat umgesetzt und bei der Staatsanwaltschaft in Hannover Strafanzeige gegen die ehemaligen Geschäftsführer des Unternehmens gestellt. „Die ersten drei Anzeigen sind rausgegangen, einige, von anderen gestellte, liegen schon seit längerem vor. Insgesamt sollen es 15 Strafanträge werden“, erklärte Horst Latzel als Sprecher der Interessengemeinschaft der Handwerkerschaft, die auf offenen Rechnungen in Höhe von rund zwei Millionen Euro sitzt.

veröffentlicht am 27.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Dass noch nicht alle Strafanträge gestellt seien, begründete der Inhaber einer Hamelner Firma für Haustechnik mit dem juristischen Prozedere und der Tatsache, dass sich alle anzeigewilligen Firmen von einem eigenen Rechtsanwalt vertreten lassen. „Es muss aufgelistet werden, um welche Aufträge es sich handelt, wann Abschlagszahlungen geleistet wurden und wann versprochen wurde, dass Geld fließen soll“, so Latzel, der zuversichtlich ist, dass es zu einer Verurteilung der Fard-Brüder kommen wird. „Die Anwälte glauben klar und deutlich zu erkennen, dass es für die Herren Fard keine Möglichkeit gab, Rechnungen zu begleichen, jedoch weitere Aufträge erteilt wurden. Das wird von unseren Juristen als Betrug gewertet“, sagt Latzel.

Die Gebrüder Fard sehen den Strafanzeigen mit äußerlicher Gelassenheit entgegen. „Wir überlassen das der Staatsanwaltschaft und rechnen mit einem Verfahren. In der Hoffnung, dass dann endlich Licht ins Dunkel gebracht wird“, erklärte Ali Memari Fard gestern auf Anfrage.



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