weather-image
×

Erster Hamelner Stadtfeuerwehrtag / Brandschützer sind unverzichtbar für jedes Gemeinwesen

Die ersten Ehrenamtsratten verliehen

Halvestorf (gro). In den höchsten Tönen lobte Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann die Arbeit und den Einsatz der Frauen und Männer der zwölf Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet und der hauptberuflichen Wachbereitschaft auf dem 1. Stadtfeuerwehrtag in Hameln und brach dabei sozusagen eine Lanze für sie.

veröffentlicht am 30.06.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 12:21 Uhr

Das ganze Jahr stünden sie bereit, um Menschleben zu retten und in Notfällen zu helfen. „Sie sind schnell und zuverlässig zur Stelle und leisten kompetente Hilfe. Das tun sie ganz unspektakulär, das tun sie in ehrenamtlichem Einsatz.“ Damit beweise die Feuerwehr Mut, Umsicht, Verantwortungssinn und Bürgersinn. „Sie ist unverzichtbar für jedes Gemeinwesen, unverzichtbar auch für uns in Hameln.“ Zudem bewahre sie Tugenden und Traditionen, wie Freiwilligkeit und Ehrenamtlichkeit. Dieses Engagement unterstützte sie und wolle es nach dem Motto „würdigen, wertschätzen, weiterentwickeln“ voranbringen. Auf den bundesweiten Verlust von 40000 Brandschützern könne die Feuerwehr nicht mit Leistungskürzung reagieren. Sie müsse nach bis zu zwölf Minuten am Einsatzort sein, denn kurz darauf könne es für einen Menschen mit Rauchvergiftung zu spät sein. Die Lösung des Abganges sehe sie in noch offensiverer, noch kreativerer Werbung für den Feuerwehrdienst. „Es ist wichtig, allen Interessierten klarzumachen, dass bürgerschaftliches Engagement in der Feuerwehr doppelten Gewinn bringt: Gewinn für unser Gemeinwesen und Gewinn für den, der sich engagiert. Arbeiten wir also Hand in Hand. Ich werde den am Rande Stehenden einen kleinen Schubs geben, und die Feuerwehr fängt diese Menschen in ihrem Team auf und bildet sie zu engagierten Freiwilligen aus.“

Stadtbrandmeister Gerhard Rathing dankte den 474 Brandschützerinnen und Brandschützern aus den zwölf Ortswehren des Stadtgebietes und der hauptberuflichen Wachbereitschaft für ihre geleistete Arbeit, die sein Stellvertreter Friedrich Wilhelm Thies in Zahlen und Bildern Revue passieren ließ. Das waren 4438 Einsätze im letzten Jahr. Sie teilen sich auf in 186 Brände, 672 Hilfeleistungen, 3371 Rettungseinsätze, 21 sonstige, aber auch 188 Fehlalarme, pro Tag im Durchschnitt 9,2 Einsätze. Um das zu bewältigen, gebrauche es guter Ausrüstungen, motovierter und gut ausgebildeter Einsatzkräfte „und dazu können die politischen Entscheidungsträger beitragen.“

Die Stadtjugendfeuerwehrwartin Jana Bengtson stellte unter großem Applaus für ihre zehn Jugendfeuerwehren mit 22 Mädchen, 107 Jungen und 42 Betreuerinnen und Betreuer fest: „Wir sind mit Spaß dabei.“

Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann (v.li.) überreichte die Ehrenamtsratte an Marina Weibke, Dirk Nölscher und Jörg Michael Rose. Fotos: gro

Zu stellvertretenden Ortsbrandmeistern wurden Andreas Nagel (Welliehausen) und Dominik Albert (Haverbeck), Andreas Gayko (Unsen) zum Löschmeister sowie Jens Hildebrandt für den scheidenden Nils Rabenhorst zum neuen Stadtausbildungsleiter ernannt.

Andreas Zerbe wurde mit dem niedersächsischen Ehrenzeichen für 40 Jahre aktiven Dienst, Marc Arndt mit der bronzenen Ehrennadel des niedersächsischen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet. Die neu geschaffene „Ehrenamtsratte“ überreichte Susanne Lippmann an Marina Weibke (Unsen), Dirk Nölscher (Haverbeck) und Jörg Michael Rose (Hastenbeck).



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige