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Sammlung gestartet / Erste Aktion beim Fleckenfest in Coppenbrügge / Jetzt soll Lokaltermin mit der Forstverwaltung abgewartet werden

Die ersten 400 Unterschriften für die Rettung der Wanderwege im Ith

Coppenbrügge (sto). Die von der Projektgruppe „Sagen und Götter – natürlich erleben“ angekündigte Unterschriftenaktion gegen eine dauerhafte Sperrung des Wanderweges „Friedas Ruh-Teufelsküche/Fahnenstein-Adam und Eva“ durch die Forstverwaltung hat begonnen. Die erste große Aktion wurde am Rande des Fleckenfestes durchgeführt. „Wir haben dort 400 Unterschriften gesammelt“, betont Wolfgang Schnurbusch, Sprecher der Gruppe.

veröffentlicht am 06.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.09.2009 um 11:01 Uhr

Am Rande des Fleckenfestes sammeln Wolfgang Schnurbusch und Almu

Derzeit will die aus den Coppenbrügger Heimat- und Verkehrsvereinen sowie Vertretern des Museumsvereins Coppenbrügge bestehende Gruppe jedoch nicht „im größeren Stil“ weitersammeln, sondern erst einen Lokaltermin abwarten, der Mitte bis Ende September im Naturwald zwischen Forstverwaltung, Gemeindeverwaltung und Naturschutzbehörde stattfinden wird. „Sollte es dort zu keiner Einigung kommen, wollen wir die Unterschriftenaktion massiv auf die Ortschaften und Vereine ausweiten und weitere disziplinarische und politische Entscheidungsträger involvieren“, so Schnurbusch. Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka habe seine Unterstützung und auch die der Gemeindeverwaltung zugesagt.

„In der bisherigen Vorgehensweise und Argumentation der Forstverwaltung sehen wir einen Präzedenzfall, da hierdurch sämtliche Wege in einem Naturschutzgebiet oder Naturwald mittel- bis langfristig von einer Sperrung bedroht sind, denn bekanntlich gibt es immer mehr tote Bäume“, so Schnurbusch. Die Schließung der Wanderwege sei eine Enteignung der Natur. Die Forstverwaltung begründe die Sperrung hauptsächlich damit, dass stärkere Totholzbäume auf den Wanderweg gestürzt seien und die Sicherheit beeinträchtigen. Auch ein sicherer Aufstieg zum Fahnenstein sei deshalb nicht mehr gewährleistet.

In einem Naturwald müsse nun mal mit Totholz gerechnet werden. Dass Wege aus Sicherheitsgründen gesperrt werden, sei verständlich, doch müsse die Forstverwaltung in diesen Fällen Maßnahmen und Termine benennen, wie und wann die Gefährdung beseitigt werden soll. Nach Meinung der Projektgruppe dürfte eine Sanierung des Fahnensteinaufstiegs kein Problem sein, wurde doch – sogar in Absprache mit dem Forstamt Grünenplan – beschlossen, dass die Sanierung im Rahmen des „Leader-Projekts“ erfolgen und gefördert werden soll. Der gesperrte Wanderweg habe eine starke Bedeutung für das Leader-Projekt „Sagen und Götter – natürlich erleben“. „Bliebe der Wanderweg dauerhaft gesperrt, würde die Wanderregion stark an Attraktivität verlieren“, sagt Schnurbusch.



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