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Aktion "Kinder als Naturforscher": "Pusteblume" baut ein Insektenhotel

Die Einzelgänger unter Maja und Co. haben jetzt ein Dach überm Kopf

Röcke (möh). Der Röcker Kindergarten mit dem schönen Namen "Pusteblume" ist um ein Hotel erweitert worden, und zwar handelt es sich hierbei um ein "Insektenhotel". Vor kurzem wurde dieses Hotel mit "Betten" ausgestattet, sodass die erwarteten Gäste (man spricht von sehr vielen) in den nächsten Wochen wohl "einchecken" werden.

veröffentlicht am 19.03.2008 um 00:00 Uhr

Kinder des Kindergartens und des Naturschutzbundes vor dem neuen

Der Bau des "Insektenhotels" hat bereits eine lange Vorgeschichte. Vor einem Jahr begann der Naturschutzbund (Nabu) in Zusammenarbeit mit den Kindergartenkindern und der Kindergruppe des Nabu mit der Aktion "Kinder als Naturforscher". Einmal pro Woche wurde im Kindergarten in Röcke Biologie, Chemie und Biologie gebüffelt. Die Kinder waren mit sehr viel Eifer und Spaß bei der Sache, wie die Leiterinnen des Kindergartens, Martina Grienke und Diana Rollke, berichteten. Zumal dann auch noch das "Insektenhotel" gebaut wurde, das der Kindergarten sich bereits seit einigen Jahren gewünscht, an dessen Bau sich aber (noch) nicht herangetraut hatte. Doch nun war es soweit. Das Hotel erhielt auf dem Gelände des Kindergartens am Südring einen geeigneten Platz - nicht zu sonnig, aber auch nicht zu schattig. Jetzt wünschen sich die 50 Kinder der "Pusteblume", die in zwei Gruppen betreut werden, möglichst viele Gäste, die sie dann aber auch beobachten wollen und können. Das "Insektenhotel" dient vor allem als Nisthilfe für sogenannte solitäre Bienen und Wespen. Im Gegensatz zu den Staaten bildenden Honigbienen, die jedem bekannt sind, bilden die meisten Bienen- und Insektenarten (einige hundert Arten) keine Völker. Da diese Einzelgänger ein unauffälliges Leben führen, sind sie vielen Menschen unbekannt. Um diese Tiere und ihre interessante Lebensweise etwas bekannter zu machen und ihnen darüber hinaus geeignete Nistmöglichkeiten an zu bieten, wurde das "Insektenhotel" aufgestellt. Denn: Wildbienen und Wespen haben im Naturhaushalt wichtige Funktionen. Wildbienen sind unverzichtbare Bestäuber der meisten Pflanzen. Viele Wespen sind sehr fleißige Insektenjäger, die Unmengen an Raupen und Blattläusen jagen, um damit ihre Nachkommenschaft zu versorgen. Im Umfeld des Menschen verlieren Bienen und Wespen immer mehr an Lebensraum. Nisthilfen, so der Nabu, verbessern daher vor allem im Siedlungsbereich das knappe Nistangebot. Jeder Haus- und Gartenbesitzer kann mithelfen, in dem er Bienen und Wespen Unterschlupf bietet.Übrigens: Auch diese Arten haben einen Stachel, der aber in der Regel zu schwach ist, um die menschliche Haut zu durchdringen. Wer bewohnt die "Insektenhotels"? Am häufigsten trifft man auf Vertreter folgender Gruppen: Mauerbienen, Blattschneiderbienen, Sandbienen, Pelzbienen, Schlupfwespen, Grabwespen und Lehmwespen. Sie alle bauen eigene Nester in unterschiedlichen Materialien. Aber es gibt auch "Hausbesetzer". Wie der Kuckuck, legen Trauerbienen und Goldwespen ihre Eier in fremde Nester. Jedenfalls haben die Kinder des Röcker Kindergartens "Pusteblume" im bevorstehenden Frühling viel zu beobachten. Außer im Kindergarten in Röcke hat der Naturschutzbund die Aktion "Kinder als Naturforscher" auch im Kindergarten in Hespe veranstaltet.



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