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Gemeindefest in Aerzen mit 300 Besuchern

Die Dröppelminna

Aerzen. Was ist eine Dröppelminna? Die Antwort auf diese Frage bekamen die weit über 300 Besucher des Gemeindefestes der Evangelischen Kirchengemeinde in Aerzen am Erntedanksonntag. Ganz im Zeichen des „Jahres der Taufe“ und dem dazu passenden Hallo Luther-Aktionsmotto „Luther geht baden“ präsentierte sich der älteste, romanische Teil der Marienkirche, in dem die Schwöbber-Prieche untergebracht ist, mit einer interessanten Ausstellung rund um die Themen Taufe und Badekultur.

veröffentlicht am 06.10.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 07:21 Uhr

Aerzen. Was ist eine Dröppelminna? Die Antwort auf diese Frage bekamen die weit über 300 Besucher des Gemeindefestes der Evangelischen Kirchengemeinde in Aerzen am Erntedanksonntag. Ganz im Zeichen des „Jahres der Taufe“ und dem dazu passenden Hallo Luther-Aktionsmotto „Luther geht baden“ präsentierte sich der älteste, romanische Teil der Marienkirche, in dem die Schwöbber-Prieche untergebracht ist, mit einer interessanten Ausstellung rund um die Themen Taufe und Badekultur. Ob Taufkleider aus den letzten Jahrhunderten, der gesamte „Kirchenschatz“ der Marienkirche oder Badeutensilien von anno dazumal, im einstigen, vom allgemeinen Kirchengestühl abgesonderten Sitzbereich der höheren Stände, der nach umfangreichen Renovierungsarbeiten seit Anfang dieses Jahrtausends als Versammlungsraum dient, gab es viel zu entdecken. Dabei stahl ein eher unscheinbares Ausstellungsobjekt dem glänzenden Kirchensilber die Schau: die „Dröppelminna“ oder Kranenkanne. Seit das Kaffeetrinken Ende des 18.. Jahrhunderts immer beliebter wurde, war die Kaffeekanne mit integriertem Stövchen bis ins 19. Jahrhundert und noch darüber hinaus von Festtagstisch, beispielsweise zu Taufen, nicht mehr wegzudenken. Allerdings hatte sie einen entscheidenden Nachteil: Der in der Kanne verbleibende Kaffeesatz – Kaffeefilter gab es noch nicht – verstopfte nach dem ersten Ausschenken den Ausguss und musste dann gereinigt werden. „Der Kaffee floss nicht mehr in die Tasse, er tropfte, oder wie man so schön sagte: Er dröppelte“, erklärt Magdalene Fischer, aus deren Besitz das über 100 Jahre alte Stück stammt. Dieser Mangel und ihre rundliche, angeblich an eine Hausmamsell erinnernde Form, verhalfen der Kranenkanne regional zu dem Beinamen „Dröppelminna“.



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