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Woche der Diakonie: Infotisch mit Kaffeetafel / Ethische Reflexion in der Kirche

Die Diakonie hilft Menschen in Not, Boden unter die Füße zu bekommen

Rinteln (ur). Das "Haus der Diakonie" beließ es zur Woche der Diakonie nicht beim Infostand mit Kuchenbuffet zum Ökomarkt, sondern brachte sich mit seinen Mitarbeitern auch bei einem Diakonie-Gottesdienst in St. Nikolai ein, der unter das Motto "Mitten im Leben - nahe bei Gott" gestellt wurde, aktuelle soziale Fragen aufgriff und mit der christlichen Botschaft von Solidarität und Nächstenliebe verband.

veröffentlicht am 11.09.2007 um 00:00 Uhr

Unter Leitung von Kreiskirchensozialarbeiter Martin Barwich, Pastorin Astrid Bunselmeyer und Krankenhausseelsorger Warnecke wurde dieser Gottesdienst zu einem bewegenden Appell, in Zeiten von Hartz IV der christlichen Gemeinde ein Profil als Quelle von Trost und konkreter Hilfe zu schaffen, wo niemand ausgegrenzt wird und sich Helfende und hilfsbedürftige in der gemeinsamen Erlösungsbedürftigkeit "auf gleicher Augenhöhe" begegnen. An Fallbeispielen aus ihrer aktuellen Arbeit machten die Mitarbeiter aus den diakonischen Einrichtungen deutlich, dass christlich motivierte Sozialarbeit mehr ist als "nur" Vermittlung von Informationen und materiellen Hilfen, oder Herstellung von Kontakten zu Kliniken, Kurheimen Fachleuten undÄmtern, sondern den ganzen Menschen mit der Gesamtheit seiner aktuellen Bedürfnisse und Nöte im Blickfeld hat. Die junge Frau etwa, die im Konfliktfeld ihrer Beziehungsprobleme das Vergessen in Drogen sucht und in ihrer sozialen und emotionalen Hilflosigkeit die Diakonie als Möglichkeit erlebt, wieder Boden unter die Füße zu bekommen, um überhaupt andere Wege im Leben einschlagen zu können und den Mut zu finden, mit anderen in enge Beziehungen zu treten. Oder auch die alte Dame, die isoliert am Rande ihrer dörflichen Gesellschaft wohnt, sich und ihre sozialen Kontakte darüber aufgegeben hat und sich schließlich einem Bündel von Problemen gegenüber sieht, die für sich betrachtet durchaus überwindbar erscheinen, in ihrer Komplexität aber über sie hinwegrollen - wenn da nicht Menschen wären, die ihre Not erkannt haben, die nicht wegsahen und sie in Kontakt zur Diakonie brachten. Belege dafür, wie Menschen zu neuen Anfängen befähigt werden - auch da, wo keine Hoffnung mehr zu erkennen war. Die musikalische Begleitung lag in den Händen von Kantor Wolfgang Westphal, der es sich in Anwesenheit von Landessuperintendentin Karin Spiekermann nicht nehmen ließ, mit den Besuchern auch neue Lieder einzuüben, darunter auch einen lateinischen Vers aus der Taizé-Liturgie. Unterstützt wurde er dabei höchst wirkungsvoll vom Posaunisten Martin Borowski, dessen Soli sich hervorragend in das musikalische Wechselspiel von Orgel und Gemeindegesang einfügten.



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