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Zahl der Besucher sprunghaft gestiegen

Die Bückeburger Tafel versorgt nun 31 000 Bedürftige!

Bückeburg (bus). Der Bückeburger Tafel ist 2006 erneut eine deutliche Steigerung ihrer Bilanzwerte gelungen. Die Zahl der mit Lebensmitteln versorgten Bedürftigen sprang nach 25 364 (2004) und 26 401 (2005) erstmals über die 30 000er-Grenze und erreichte mit 31 013 einen neuen Höchststand. Mit dem erhöhten Besucheraufkommen ging eine Zunahme der von den etwa 40 Ehrenamtlichen geleisteten Arbeitsstunden auf 20 797 (2005: 19 820) einher.

veröffentlicht am 05.05.2007 um 00:00 Uhr

Ein während der Versammlung vorgestelltes Schaubild verdeutlicht

Der während der Hauptversammlung veröffentliche Rechenschaftsbericht nötigte den Gastrednern Horst Schwarze, der für Rat und Verwaltung der Stadt Stellung bezog, und Landesbischof Jürgen Johannesdotter Worte hohe Wertschätzung ab. "Ohne Sie wäre die Stadt ein großes Stück ärmer", sagte Schwarze. "Wir sind dankbar, weil wir alle von ihrem Engagement profitieren", schrieb Johannesdotter der "unaufgeregten, fröhlichen Truppe" ins Stammbuch. Schatzmeister Arno Franke verdeutlichte, dass, den derzeit diskutierten Mindestlohn von7,50 Euro vorausgesetzt, die Tafel-Mitarbeiter einen finanziellen Gegenwert von etwa 165 000 Euro erwirtschaftet hätten. Franke fand während der Vorstandswahlen ebenso einmütig die Bestätigung der Versammlung wie Heinrich Heitmann (Vorsitzender), Heinrich Rohde (stellvertretender Vorsitzender) und Dieter Liese (Schriftführung) sowie die Beisitzerinnen Karin Gerstenberg und Barbara Springer. Gerstenberg erwähnte in dem von ihr vorgetragenen Überblick weitere für Sonderfahrten aufgewandte 473 Stunden. Die Tafel unterstützt außerhalb ihres Stammsitzes an der Dammstraße eine 20-köpfige Wohngemeinschaft in Bad Eilsen, das Diakonische Werk Stadthagen und eine kirchliche Gemeinschaft im Kreis Minden. Heitmann berichtete von der Existenz von bundesweit gegenwärtig mehr als 700 Tafeln mit etwa 25 000 Helfern. Der durch die große Zahlen bedingte organisatorische Aufwand habe den Bundesverband bewogen, erstmals einen hauptamtlichen Mitarbeiter einzustellen. Die zunächst vielerorts skeptisch betrachtete Maßnahme werde dank der Qualitäten des Mannes mittlerweile als Glücksgriff beurteilt. Mit einem Blick in die Zusammenarbeit der Chefetage vermittelte der Vorsitzende eine der Ursachen der "Erfolgsgeschichte Bückeburger Tafel". "Wir sind ein gutes Team, das sich gegenseitig wunderbar ergänzt", so Heitmann. Alle in seiner einjährigen Amtszeit zu treffenden Entscheidungen seien einstimmig gefallen. Da mochte die Versammlung nicht nachstehen und beschloss ebenfalls einstimmig die Einführung eines Familien-Beitrags. Einzelpersonen zahlen wie bisher 30 Euro pro Jahr, für die zweite Person verringert sich der Satz auf 15 Euro.

Der einstimmig bestätigte Tafelvorstand: Heinrich Rohde (von lin
  • Der einstimmig bestätigte Tafelvorstand: Heinrich Rohde (von links), Heinrich Heitmann, Karin Gerstenberg, Dieter Liese, Arno Franke und Barbara Springer.


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