weather-image
24°
Wählergemeinschaft informiert sich über geplanten Containerhafen bei Berenbusch

Die "Bicon"-Argumenteüberzeugen "Wir"

Bückeburg. Nach einem Ortstermin mit Vertretern der Bürgerinitiative Containerhafen (Bicon) hat sich die Wählergemeinschaft "Wir für Schaumburg" beeindruckt von der Arbeit der Cammeruner gezeigt. "Ihre Argumenteüberzeugen, machen Sie weiter, mit unserer Unterstützung können Sie rechnen", sagte Wir-Vorsitzende Richard Wilmers nach dem Gespräch mit der Initiative.

veröffentlicht am 24.09.2008 um 00:00 Uhr

Während des Gesprächs informierten Uwe Tönsing, Gisela Lindenthal und Gabriele Schmidt von der Bürgerinitiative über den aktuellen Stand der Planungen. "Wir sind nicht gegen eine Erweiterung des Mindener Hafens, aber gegen eine Erweiterung an dieser Stelle", betonte Uwe Tönsing und zählte eine ganze Reihe von Fakten auf, die gegen eine neue Hafenanlage unmittelbar vor der Ortschaft Cammer sprechen würden. So sei immer noch sehr strittig, ob die geplante Kapazitätserweiterung überhaupt notwendig sei, da der Güterverkehr auf dem Wasser in den vergangenen Jahren zurückgegangen sei, so die Zahlen der Bürgerinitiative. "Offenbar ist dieser Transportweg unwirtschaftlich geworden", so ihre Schlussfolgerung. Ein weiterer Punkt sei die zu erwartende drastische Erhöhung des Verkehrsaufkommens auf der Straße und der Schiene. "Rund 300 bis 400 Schwerlastfahrzeuge pro Tag verursachen unheimlich viel Lärm und belasten damit unsere Lebensqualität", sagte Tönsing. Um einen reibungslosen Schwerlastverkehr zu ermöglichen, müssten Brückenerhöhungen vorgenommen und neue Schienenstränge geschaffen werden, erinnerte die Bürgerinitiative an weitere mögliche Kosten. Die Wir-Kreistagsabgeordnete Edeltraut Müller aus Bückeburg bekundete, sich nach dem aktuellen Planungsstand im Begleitausschuss erkundigen und konkrete Anfragen zur Umweltverträglichkeitsstudie stellen zu wollen. Liegen diese Antworten vor, sollen weitere Gespräche mit der Bürgerinitiative in Cammer folgen. Einhellig begrüßten Müller und Wilmers, dass der Bückeburger Bau- und Umweltausschuss das Thema "Häfen und die Auswirkungen auf das Bückeburger Stadtgebiet" zurückgestellt habe. "Wir brauchen viel Zeit, detaillierte Ergebnisse und Erkenntnisse zu erhalten. Kartierungen und Gutachten sind notwendig, um Zusammenhänge und Auswirkungen besser bewerten zu können", betonte Müller.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare