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Vorschlag des Heimatvereins für den Bad Eilser Masterplan / Kleine Geschäfte in großer Vielfalt

Die Bahnhofstraße soll zur Flaniermeile werden

Bad Eilsen (tw). Der Kurort hat noch immer keinen Ortsmittelpunkt, weiß der Heimat- und Kulturverein (HKV) - und legt den Finger in die Wunde. Denn immer wieder fragten Touristen nach der fehlenden "Flaniermeile". Geht es nach dem Verein, werden Ende des Jahres die Weichen so gestellt, dass Bad Eilsen seine Meile bekommt. Und zwar im Masterplan, bei dessen Erstellen das Projekt ganz oben auf der Wunschliste von HKV-Chef Friedrich Winkelhake rangiert.

veröffentlicht am 23.09.2008 um 00:00 Uhr

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Als idealen Ort für eine Flaniermeile in Bad Eilsen hat er die Bahnhofstraße ausgemacht. "Was Touristen wie Kurgäste dort erwarten, das sind kleine Geschäfte ganz unterschiedlicher Art", meint Winkelhake. Als da wären: Modeboutique, Juwelier, Antiquariat, Sportfachgeschäft, Schuh- und Lederwarenhandel, Kunsthandwerker, Souvenirladen, Spiel- und Bastelgeschäft, Buch- und Zeitschriftenhandlung. Hinzu kommen sollen "alle Arten von Restaurants" sowie Kaffeehäuser, Eisdielen, Biergärten. Um nicht mit größeren Kommunen in der Nachbarschaft konkurrieren zu müssen, ist es für Winkelhake wichtig, dass sich im Zentrum von Bad Eilsen vor allem solche Geschäfte ansiedeln, die es in Bückeburg, Rinteln und Obernkirchen möglichst nicht oder zumindest nicht in größerer Anzahl gibt. Weil insbesondere der Busverkehr auf der Bahnhofstraße ein Problem darstelle, müsse die Flaniermeile in jedem Fall verkehrsberuhigt werden. Dem HKV schwebt das Ausschreiben eines Planungswettbewerbs vor, der allein die Gewähr dafür biete, dass sich die beste Lösung zum Ausbau der Bahnhofstraße durchsetze. Die Ergebnisse dieses Wettbewerbs sollen in einen Bebauungsplan münden, entsprechende Auflagen für ein einheitliches Erscheinungsbild des Bereiches sorgen. In diesem Zusammenhang möchte Winkelhake langfristig noch bestehende Baulücken an der Bahnhofstraße geschlossen wissen - darunter vor allem diejenige, welche zwischen der Steuerakademie und dem Drogeriemarkt klafft. Diskussionsbedarf gebe es aber auch mit dem Eigentümer des Prasuhn-Hofes, nicht zuletzt wegen der an der Bahnhofstraße parkenden Fahrzeuge. "Last, but not least", so Winkelhake, "müssen Möglichkeiten geprüft werden, die es erlauben, auch zwischen dem Prasuhn-Hof und der Aue Geschäftsbauten zu errichten." Da das Areal im Hochwassergebiet liegt, käme nur eine Bebauung auf Betonpfeilern infrage. Apropos Ortsbild: Im Zuge des Ausbaus der Bahnhofstraße zur Flaniermeile plädiert der HKV auch dafür, einen Blick in die Nachbarschaft des Quartiers zu werfen. So müssten die Eingänge zum Kurpark dringend neu gestaltet und die unter Denkmalschutz stehenden Bauten von "unpassenden Bäumen" (Fichten, Birken und "Friedhofsgewächsen") befreit werden. Erst dann würden sich diese Bad Eilser Schmuckstücke den Touristen unverstellt und damit vorteilhaft präsentieren.

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