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Am Pfingstwochenende strömen Besuchermassen zum Doktorsee / Gute Wasserqualität, keine Blaualgen

Die Badesaison beginnt - und die DLRG passt auf

Rinteln (clb). Hochbetrieb am Doktorsee: ein Wohnwagen neben dem anderen, grillende Familien, im Wasser planschende Kinder, Jugendliche, die Tret- oder Schlauchboot fahren, Badminton spielen und sich gegenseitig nass spritzen. Während Camping- und Badegäste das kühle Nass suchen, sitzt das Einsatzteam der DLRG Rolfshagen vor der Wachstation und beobachtet das bunte Treiben rund um den Badestra nd.

veröffentlicht am 13.05.2008 um 00:00 Uhr

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Da die Badesaison eigentlich schon am Himmelfahrtswochenende begonnen hat, sich da aber noch kein Gast ins kühle Wasser gewagt hat, hatten die Lebensretter über Pfingsten umso mehr zu tun. Regelmäßige Rundgänge (unter den DLRGlern auch "Platzstreifen" genannt), Kontrollfahrten mit dem Motorboot, ständige Präsenz an der Wachstation und Erste-Hilfe-Maßnahmen - das sind nur einige der Verantwortungsbereiche des Einsatzteams. "Unsere Hauptaufgabe ist aber die Bewachung des Badestrandes, unseren Schwerpunkt setzen wir da natürlich auf die Kinder", erklärt Tobias Simikin, der am Sonnabend die täglich wechselnde Wachdienstleitung übernommen hatte. Die DLRG Rolfshagen und die Doktorsee GmbH blicken mittlerweile auf eineüber 40-jährige Zusammenarbeit zurück. Wie lange die Auetaler den See bewachen, das kann niemand mehr so genau rekonstruieren - nicht einmal mehr Vereinsvorsitzender Achim Reese: "Einen festen Vertrag haben wir 1964 geschlossen, aber davor waren wir auch schon einige Jahre am Doktorsee aktiv." Jedes Jahr an Himmelfahrt wird die Schwimmsaison offiziell eröffnet - da dieser Feiertag 2008 so früh wie noch nie war, wagten sich die ersten Schwimmer jedoch erst am vergangenen Wochenende ins Wasser. Zuvor hatte die DLRG alles für den nahenden Sommer vorbereitet - die Badeinsel, die während der Wintermonate am Steg festgezurrt war, ins Wasser gelassen, die Absperrleine an Ort und Stelle befestigt, diedrei Einsatzboote kontrolliert und die Ausrüstung in der Wachstation überprüft. Für alle Fälle gibt es dort Erste-Hilfe-Kästen, Sauerstoffgeräte sowie einen automatisierten elektronischen Defibrillator, auf dessen Monitor in lebensbedrohlichen Fällen anzeigt wird, was genau zu tun ist. Tobias Simikin hilft seit 1988 bei der Badesaison - und hat in den letzten 20 Jahren mehr als einmal mitbekommen, wie ein Katamaran kentert oder ein Surfer die Kontrolleüber sein Brett verliert. Und gerade bei einem Bootsunfall ist es wichtig, schnell zu reagieren und nicht die Nerven zu verlieren. "Mindestens vier Helfer müssen immer vor Ort sein, drei für die Bootsbesatzung und ein Wachdienstleiter", erklärt Tobias Simikin. Während die Aufgabe des Wachdienstleiters jeden Tag wechselt, ist der Stationsleiter generell festgelegt. Bei den Rolfshägern hat Marcel Thielke dieses Amt übernommen - er ist zuständig für die personelle Besetzung und die Instandhaltung der Station. Vor Ort sind die Lebensretter von Mai bis September jedes Wochenende, in den Sommerferien sogar jeden Tag. "In der Regel von 9 bis 19 Uhr, wenn sehr viel Betrieb ist, kann es auch mal länger werden - dann sind wir auch von 8 bis 21 oder 22 Uhr hier", erklärt Simikin. Darüber, dass die beinahe hochsommerlichen Pfingsttemperaturen die verschneiten Ostertage, an denen die Campingsaison eigentlich schon begonnen hatte, wieder ausgeglichen haben, freut sich Doktorsee-Geschäftsführer Uwe Deppe: "Wir waren mehr als 100 Prozent ausgelastet!" Zugleich hat er eine weitere gute Nachricht für alle Camper und Schwimmer: In diesem Jahr sei eine super Wasserqualität im gesamten See festgestellt worden - mit Sichttiefen von drei bis vier Metern. Und auch mit den giftigen Blaualgen habe es bislang noch keine Probleme gegeben.



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