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Jetzt 100-prozentige Tochter der Evangelischen Gemeinde

"Diakonie-Pflegedienst" wird gemeinnützige GmbH

Bückeburg/Eilsen (mig). Das neue Jahr bringt auch für die vormalige "Diakonie-Sozialstation Bückeburg-Bad Eilsen" einige Veränderungen mit sich. Seit dem 1. Januar wird der umbenannte "Diakonie-Pflegedienst Bückeburg gGmbH i.G." von der ?Evangelischen Kirchengemeinde Bückeburg als 100-prozentige Tochtergesellschaft weitergeführt. Geschäftsführer Dieter Weihmann machte im Rahmen eines Pressegesprächs deutlich, dass trotz neuer Rechtsform für die Kunden des Dienstes praktisch alles beim Alten bleibt.

veröffentlicht am 16.01.2007 um 00:00 Uhr

"Für unsere Kunden bleibt alles beim Alten": Dieter Weihmann, Ge

Der Entschluss ist aus der Not geboren: Seit sich Land, Landkreis und Kommunen 1995 aus der Finanzierung der Sozialstationen zurückgezogen haben, müssen auch die gemeinnützigen Pflegedienste mit weniger Geld auskommen. "Wir sind ein Anbieter auf dem freien Markt," erläutert Geschäftsführer Weihmann die derzeitige Situation. Auf Anraten einer Consulting-Firma soll die "Privatisierung" deshalb helfen, den Pflegedienst Schritt für Schritt zukunftsfest zu machen. "Wir müssen noch stärker zu einer Einheit werden", zitiert Weihmann ein Ergebnis der externen Untersuchung. Die Krux: Bisher war gerade bei wichtigen Fragen eine Mitgliederversammlung zuständig - allerdings kam diese nur einmal im Monat zusammen. Die Experten hoffen, dass durch die Änderung der Rechtsform lange Entscheidungswege abgekürzt und der "Diakonie-Pflegedienst" noch flexibler wird. Geschäftsführer Dieter Weihmann sieht vor allem das Positive an der Entscheidung: "Wir sind jetzt selbstständiger geworden und können schneller handeln, wenn es nötig ist." Trotz der neu gewonnenen Unabhängigkeit von übergeordneten Strukturen, bleibt die Nähe zur Kirchengemeinde Bückeburg, die auch als 100-prozentiger Gesellschafter auftritt. "Die Kirche ist bei uns nach wie vor stark präsent und auf Spenden sind wir auch immer noch angewiesen," betont der Geschäftsführer gegenüber der Presse. Während die 1980 als eine ökumenische Arbeitsgemeinschaft der Schwesternstation der Katholischen Kirchengemeinde Bückeburg, der Evangelisch Reformierten Kirche Bückeburg und den Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinden Bückeburg und Bad Eilsen gegründete "Diakonie und Sozialstation" in und umBückeburg und Bad Eilsen tätig war, wird der "Diakonie-Pflegedienst" seinen neuen Sitz in der ehemaligen Residenzstadt bekommen. "Das soll nicht bedeuten, dass wir in Bad Eilsen nicht mehr tätig sind, aber unser Sitz ist jetzt hier", so Pflegedienstleitung Elisabeth Stummeier. An den Pflegekosten wird sich nichtsändern. Dieter Weihmann trat Befürchtungen entgegen, die Gebühren könnten steigen. "Durch die Umstellung werden die Preise nicht höher", machte der Geschäftsführer deutlich. Die "kleine Pflege" kostet derzeit beispielsweise 8,58 Euro, die "große Pflege 1" 14,04 Euro. Ebenfalls langfristig gesichert sind die Arbeitsplätze der rund 30 Fachkräfte. Ein Grund sicher auch: Die Auftragslage ist positiv - im vergangenen Jahr hatte der Dienst sogar mehr Patienten als 2005. "Vor allem auch bei der vorstationären Pflege wächst die Nachfrage", erläutert Pflegedienstleitung Elisabeth Stummeier. Der gestiegene Bedarf resultiert aus dem Wunsch alter Menschen so lange wie möglich in der eigenen vier Wänden zu leben. Um dem Rechnung zu tragen, wurde vor zwei Jahren ein "Mobiler Betreuungsdienst" eingerichtet. Ein Mitarbeiter unterstützt alte Menschen beim Einkaufen, bei Behördengängen oder beim Spazierengehen.



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