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Holz: Arbeitsgelegenheiten für dauerhafte Intefration ungeeignet

DGB: Ein-Euro-Job-Bilanz ist dürftig

Landkreis (rd). Die Ein-Euro-Job-Bilanz des Job-Centers Schaumburg (wir berichteten) liest sich nach den Worten von Steffen Holz, DGB-Regionssekretär, "wie eine einzige Erfolgsstory". Der vom JobCenter behaupteten Integrationsquote bei den Arbeitsgelegenheiten (so genannte Ein-Euro-Jobs) von 15 Prozent müsse man jedoch andere harte Fakten entgegen setzen, schreibt Holz in einer Pressemitteilung.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 14:58 Uhr

So würden beispielsweise bei Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) oder bei verschiedenen von der Arbeitsagentur geförderten Qualifizierungsprogrammen Erfolgsquoten von 50 Prozent oder sogar 70 Prozent vor deren Genehmigung erwartet. Andere Integrationsmaßnahmen der Job-Center seien auch erheblich erfolgreicher als die so genannten Ein-Euro-Jobs, schreibt Holz weiter. So liege die Erfolgsquote bei Eingliederungszuschüssen bei über 60 Prozent. Allerdings seien deren absolute Fallzahlen erheblich geringer, so dass sie in der Gesamtstatistik kaum eine Rolle spielen. Dass ein Sprecher des JobCenters vor diesem Hintergrund bei 15 Prozent Integration von einer "erfreulichen Quote" spricht, die "bei Einführung der AGL vor zwei Jahren niemand erwartet" habe, mute da schon seltsam an, so der DGB-Regionssekretär. Tatsächlich sei die Ein-Euro-Job-Bilanz dürftig: "Genau so gut könnte man jeden Langzeitarbeitslosen, der länger als sechs Wochen krank ist, als Erfolg feiern, da er dann ja aus der Statistik herausfällt." Nur in einem der drei als Beispiele genannten Fälle liege eine Festanstellung als unbefristete Vollzeitstelle vor. Das zweite Arbeitsverhältnis sei befristet und das dritte bereits wieder beendet. Holz: "Die Ein-Euro-Jobs sind als Instrument für eine dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt völlig unzureichend."

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