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Und wird in Lauenförde empfangen

Deutz-Willi ist wieder zu Hause

LAUENFÖRDE. Wilfried Langner, sein Trecker „Robert“ und sein Wohnwagen „Schnecke“ sind wieder da: Pünktlich um 11 Uhr erreicht Deutz-Willi am Sonntag Lauenförde und wird dort von seinen Fans und Lauenfördes Bürgermeister Werner Tyrasa willkommen geheißen.

veröffentlicht am 27.08.2017 um 16:15 Uhr
aktualisiert am 28.08.2017 um 09:30 Uhr

Auf den letzten Kilometern wird Deutz-Willi von seinen Treckerfreunden begleitet. Foto: bs

Autor:

Birgit Schneider
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„Du hast Dein Versprechen erfüllt, St. Petersburg erreicht und die Flagge überreicht“, begrüßt ihn der Bürgermeister strahlend. Und fragt nach: „Wohin geht es denn das nächste Mal?“ Diesmal aber verrät Deutz-Willi nichts von seinen Plänen. Zu eindrücklich sind noch die Erinnerungen an die 6500 Kilometer, auf denen nicht alles glatt ging…

„Der verlorene Sohn ist wieder eingetroffen“, strahlt Wilfried Langner, der auf den letzten Kilometern von seinen Treckerfreunden aus Silberborn und dem Raum Höxter begleitet wird. Bei seiner Tochter in Höxter hatte er die Nacht vor seiner Rückkehr verbracht, hatte ein wenig Kraft geschöpft für die letzte Etappe seiner langen Reise.

„Willli, Robert und Schnecke sind einfach nicht aufzuhalten“, kommentiert Bürgermeister Tyrasa die Reiselust des 82-Jährigen, der nicht nur Ehrenamtspreisträger Lauenfördes ist, sondern „Botschafter“. „Du sorgst für Völkerverständigung“, lobt ihn Tyrasa. Und das trotz der Widrigkeiten, die Wilfried Langner diesmal meistern musste. Da war die dreieinhalbstündige Grenzkontrolle an der russischen Grenze, der Achsbruch in Kaliningrad, das fehlende Motoröl, schließlich ein Bruch des Gestänges zum Wohnwagen – übrigens ein Eriba Touring. Deutz-Willi hat das alles gemeistert.

Ein Bier auf die vollendete Fahrt: Wilfried Langner (li.) mit Lauenfördes Bürgermeiser Wilfried Tyrasa. Foto: bs

Und er hat viele Eindrücke gesammelt. Zum Beispiel von der Herzlichkeit der Menschen dort, von den Bauern, die ihn, als er keinen Campingplatz fand und sein Nachtlager im Wald aufschlug, einluden, bei ihnen zu duschen und zu frühstücken. Und von dem Presserummel in St. Petersburg. Doch diesmal hat Wilfried Langner auch viel Bedrückendes zu erzählen: „ich habe viel Armut gesehen“, sagt er, erzählt von der alten Frau, die keine Schuhe trug, von den Kindern, die am Straßenrand Kartoffeln und Beeren verkauften, von dem alten Mann, der ein Pferd eingespannt hatte, „bei dem man durch die Rippen pusten konnte“. „Die Busse, die nach St. Petersburg fahren, fahren nur über die Hauptstraßen, die sehen nur den Prunk“, erklärt Deutz-Willi.

„Gibt es denn schon ein neues Ziel? Gemunkelt wird, Du willst das nächste Mal nach Moskau?“, fragt Werner Tyrasa. Und erntet – große Augen von Deutz-Willi und ein klares Nein. Ziele, ja die habe er, betont er. Diesmal aber verrät er sie nicht. Moskau wird es auf keinen Fall: „Da darf ich nicht hin, da sind die Straßen noch schlechter“, sagt er mit Blick auf „Robert“ und „Schnecke“, die unter den schlechten Straßenverhältnissen diesmal schwer gelitten haben.

Und auch Wilfried Langner selbst will und muss jetzt erst einmal Kraft schöpfen. Ein paar Tage jedenfalls… meint er augenzwinkernd. Und dann ist der offizielle Teil der Begrüßung geschafft, darf er die Freunde in die Arme schließen.



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