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IGS-Schüler erinnern an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vor 60 Jahren

Des Menschen Recht, gemalt auf Packpapier

Stadthagen (sk). Am Tag der Menschenrechte haben gestern zwei farbige Schauspieler und IGS-Schüler der fünften bis achten Jahrgangsstufe vor 450 Mitschülern das Thema Menschenrechte auf die Bühne der Schulaula gebracht.

veröffentlicht am 11.12.2008 um 00:00 Uhr

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171 Millionen Kinder sind weltweit von Kinderarbeit mit teils tödlichen Folgen betroffen. 1,34 Billionen Euro werden weltweit jährlich für Militär und Rüstung ausgegeben. Diese Zahlen nannten Schüler der Klassen 8b und 8d. "Habt Ihr Angst?" fragten die Akteure von der Bühne herunter in die dicht besetzen Zuschauerreihen. "Ja!" tönte es hier und da aus dem Publikum zurück. Auch nach der Deklaration der Menschenrechte durch die UN vor 60 Jahren sieht es in der Welt teilweise böse aus. Im Negativen blieben die Schüler aber nicht hängen. Mit dem Ruf "Wir sind die Zukunft" eilte die Vierergruppe der achten Jahrgangsstufe von der Bühne. Von dort leuchteten nun schreckliche Schwarzweiß-Bilder aus Afrika in Kinoleinwandgröße in die Aula: nackte schwarze Körper Gefangener, angstvolle Kinder, brennende Hütten, Tote. "Versklavung, Folter und Gefangenschaft" habe der weiße Mann einst nach Afrika gebracht, erklärte der Schauspieler Benjamin Mgonzwa, geboren in Tansania. Aber mit dem Ende der Kolonialisierung und der Übernahme der Eigenverantwortung der afrikanischen Bevölkerung für ihre Länder haben Demokratie und Menschenrechte sich nicht automatisch durchgesetzt. Mimisch und gestisch stellten Mgonzwa und Akteur Alois Moyo die teilweise katastrophale gesellschaftliche und politische Situation auf dem "Schwarzen Kontinent" dar und traten in Dialog mit den Schülern. Später richtete sich der Blick von der Bühne weg. Hunderte Schüler standen auf, um zu sehen, was hinter ihnen passierte. Von der Empore rollte ein meterlanges Transparent herunter, dann ein zweites, ein drittes. Auf Packpapier hatten Schüler 15 Menschenrechte notiert, mit denen sie sich zuvor auseinandergesetzt hatten. Auch außerschulisch haben IGS-Schüler gestern an den Tag der Menschenrechte erinnert. Jungen und Mädchen des sechsten Jahrgangs putzen auf dem Marktplatz Schuhe, um auf Kinderarbeit hinzuweisen und eine ihnen wichtige Aussage zu unterstreichen: "Kinderrechte sind auch Menschenrechte." 500 Euro sammelten die Schüler während ihrer Aktion von Passanten. Unter anderem an Unicef soll der Betrag weitergeleitet werden, so Lehrerin Elke Brückner. In der IGS endete der Projekttag mit der Überreichung eines Schecks über ebenfalls 500 Euro - ein Teilerlös vom diesjährigen "Run for Help" - an Egbert Schulz und Ilse Deiter, die in der Schaumburger Amnesty-International-Gruppe arbeiten.



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